Ökumenischer Patriarch beging ukrainischen Unabhängigkeitstag in Istanbul gemeinsam mit der ukrainischsprachigen orthodoxen Gemeinde
Istanbul, 25.08.2026 (KAP) Am Montag beging die Ukraine den 35. Jahrestag ihrer staatlichen Unabhängigkeit. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., hat aus diesem Anlass in in der St. Nikolaus-Kirche in Cibali in Istanbul, einen Gottesdienst gefeiert. Die Kirche ist das spirituelle Zentrum der ukrainischsprachigen orthodoxen Gemeinde der Stadt. In seiner Ansprache bekräftigte der Patriarch einmal mehr seine Verbundenheit mit dem ukrainischen Volk.
Er würdigte die Ukrainerinnen und Ukrainer, die über Generationen ihren Glauben und ihre Traditionen bewahrt hätten. Sein Mitgefühl und seine Gebete würden all jenen gelten, die durch den andauernden Krieg getötet, verwundet, vertrieben oder von ihren Familien getrennt wurden. In besonderer Weise ging der Patriarch auf die ukrainischen Kriegsgefangene und ihre Familien sowie von Russland entführten Kinder ein. Wörtlich sagte er: "Ihr seid nicht vergessen. Und auch diejenigen, auf die ihr wartet, sind nicht vergessen." Christliche Solidarität bedeute, niemanden mit seinem Leid allein zu lassen.
Patriarch Bartholomaios merkte an, dass die Ukraine 1991 ihre Unabhängigkeit erklärte, im selben Jahr, in dem er zum Patriarchen gewählt worden war. Er erinnerte auch an seinen Besuch in Kiew im August 2021 anlässlich des 30. Jahrestages der ukrainischen Unabhängigkeit, bei dem er gemeinsam mit Metropolit Epifanij, Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine, die Göttliche Liturgie in der historischen Sophienkathedrale zelebrierte und die gefallenen Verteidiger der Ukraine sowie die Opfer des Holodomor ehrte. Bartholomaios äußerte die Hoffnung, nach Kriegsende in die ukrainische Hauptstadt zurückkehren zu können.
Der Ökumenische Patriarch betonte, dass christliche Hoffnung nicht bedeutet, zu glauben, dass sich die Umstände automatisch verbessern werden, sondern darauf zu vertrauen, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben. "Wir wissen nicht, wie lange die Nacht dauern wird. Aber wir sind sicher, dass mit Gottes Gnade der Morgen kommen wird", so der Patriarch wörtlich.
Die Ansprache des Patriarchen wurde auf der Website des Patriarchats (https://ec-patr.org/24/08/21/40/) im Wortlaut veröffentlicht.
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