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Papst versichert Sturzflut-Opfern in Nepal seine Nähe

27.08.2026 12:59
Vatikan/Nepal/Österreich/Naturkatastrophe/Sturzflut/Papst/Hilfsorganisation
Auch Kirchenoberhaupt tief betroffen von Verwüstungen - Katholischer Administrator in Nepal: "Gewaltige Katastrophe" - Caritas-Österreich bittet um Spenden für Nothilfe
Vatikanstadt, 27.08.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat den Betroffenen der schweren Sturzflut in Nepal seine Anteilnahme ausgesprochen. Das Kirchenoberhaupt sei tief betroffen von den Verwüstungen durch die Überschwemmungen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Beileidstelegramm aus dem Vatikan. Der Papst versichere den Betroffenen dieser Tragödie seine Nähe und bete für die Verstorbenen. Für die Rettungskräfte erbitte er göttliche Hilfe und Schutz.

Die Sturzflut hatte am Mittwoch den Distrikt Rasuwa im Norden Nepals überrollt und massive Schäden angerichtet. Häuser, Straßen, Brücken und weitere Infrastruktur wie Wasserkraftwerke wurden von den Wassermassen zerstört oder schwer beschädigt. Mehr als 270 Menschen sind ums Leben gekommen. Unter den 1.300 Vermissten sind Hunderte Touristen.

Nach Angaben der Erdbebenwarte United States Geological Survey legen Analysen seismischer Daten und Satellitenaufnahmen nahe, dass nicht ein Erdbeben, sondern der Einsturz eines Gletschers in Tibet die Überschwemmungen in der nepalesischen Himalaya-Region nahe der Grenze zu China ausgelöst haben.

Katholischer Administrator: "Gewaltige Katastrophe"

Von schweren Zerstörungen und vielen Toten und Verletzten berichtete Silas Krishna Bogati, Leiter des Apostolischen Vikariats Nepal der katholischen Kirche. Bogati, der die Caritas Nepal über ein Jahrzehnt lang leitete, sagte dem Nachrichtenportal "Crux", die Kirche prüfe, wie sie die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen am besten unterstützen könne. "Die katholische Kirche wird gemeinsam mit Caritas das Ausmaß der Katastrophe bewerten und einen Hilferuf an die Caritas-Partner richten", sagte Bogati.

Der Apostolische Vikar erinnerte, dass es in der Region schon vor einem Jahr eine Sturzflut gegeben habe, bei der mehrere Menschen starben. "Dies ist das zweite Mal, dass wir in dieser Gegend mit einer solchen Katastrophe konfrontiert sind, aber diese ist gewaltig", sagte er.

Spendenaufruf von Caritas-Österreich

Caritas Österreich bittet dringend um Spenden für die Opfer der Sturzflut in Nepal. Das Ausmaß der Katastrophe sei "erschütternd", so Caritas-Vizepräsident Alexander Bodmann am Donnerstag. Viele Menschen hätten innerhalb weniger Minuten alles verloren. "Häuser wurden fort-, Familien auseinandergerissen, ganze Gemeinden stehen vor dem Nichts."

Die Caritas Nepal sei seit Jahrzehnten in der Katastrophenhilfe tätig und eng mit den Gemeinden vor Ort verbunden, so Bodmann. "In den ersten Tagen nach einer Katastrophe entscheidet sich oft, wie schwer die Folgen für die Menschen werden. Deshalb ist es entscheidend, rasch dort Hilfe zu leisten, wo die Not am größten ist", so der Caritas-Österreich-Vizepräsident. Benötigt würden vor allem sichere Notunterkünfte, Trinkwasser, Lebensmittel, Hygieneartikel und medizinische Versorgung.

(Spendenkonto: Caritas, IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, Kennwort: Katastrophenhilfe Nepal, Online spenden: www.caritas.at/katastrophenhilfe-nepal)



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