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Fast 3.000 Jahre nach der Gründung sind die Wölfe zurück in Rom

29.08.2026 14:29
Italien/Tier/Geschichte/Tourismus
Tiere zuletzt vermehrt in Außenbezirken gesichtet - Zoologe wirbt für gelassenen Umgang mit dem Phänomen
Rom, 29.08.2026 (KAP) In Außenbezirken Roms sind in jüngster Zeit vermehrt Wölfe gesichtet worden. Wie die römische Tageszeitung "Il Messaggero" berichtet, haben einige von ihnen bereits den Autobahnring überquert, der die italienische Hauptstadt umgibt. In den Jahren zuvor hatte es immer wieder Berichte über Wolfs-Sichtungen außerhalb des Stadtgebiets gegeben.

Die Zeitung zitiert den Zoologen und Koordinator der regionalen Wolfsbeobachtung, Marco Antonelli: "Wir haben inzwischen stabile Wolfsrudel nördlich und östlich der Stadt." Es gebe zudem vermehrt Sichtungen im Süden in der Gegend der "Castelli Romani", wo auch die Papstresidenz Castel Gandolfo liegt.

Antonelli warb für einen gelassenen Umgang mit dem Phänomen und erklärte: "Wir erleben gerade die Rückkehr einer Art, die sich jene Räume zurückerobert, aus der sie in früheren Zeiten vom Menschen vertrieben wurde."

Wölfe fressen Wildschweine

Der Verhaltensbiologe Andrea Lunerti sagte der Zeitung: "Wir brauchen die Rückkehr dieser Tiere nach Rom und Umgebung nicht zu fürchten." Er erinnerte daran, dass Wölfe auch Wildschweine fressen, die in wachsender Zahl die Stadt auf der Suche nach Nahrungsresten heimsuchen. Ihre Population könne durch die Wölfe dezimiert werden.

Der Wolf spielt in der römischen Geschichte schon vor Entstehung der Stadt im ersten Jahrtausend vor Christus eine wichtige Rolle. Laut einer antiken Legende wurden die späteren Stadtgründer Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt und damit gerettet, nachdem sie zuvor ausgesetzt worden waren. Bis heute ist die Wölfin ein Stadtsymbol Roms, sie ziert auch das Wappen des Hauptstadtvereins AS Roma.
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