Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Journalist: Menschen wählen AfD auch als politische Ersatzreligion

05.09.2026 07:36
Deutschland/Politik/Landtagswahl/Bürgerschaftswahl/Religion/AfD
FAZ-Journalist Geyer auf "Communio"-Portal: "Kein Ulrich Siegmund ohne eine Wählerschaft, welche beide Augen zuzudrücken bereit ist, um mit dem Politischen ersatzreligiöse Bedürfnisse zu verbinden"
Freiburg, 05.09.2026 (KAP) Warum wählen Menschen eine in Teilen als gesichert rechtsextrem geltende Partei? Diese Frage treibt im Vorfeld der Landtagswahlen in mehreren deutschen Bundesländern - in Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt - politische Beobachter, Journalisten und auch Theologinnen und Theologen um. Der Journalist Christian Geyer hat nun auf dem Portal "communio.de" in einem Gastbeitrag unterstrichen, dass Menschen ihr Kreuz nicht zuletzt aus "ersatzreligiösen Bedürfnissen" heraus bei der AfD machen. "Kein Ulrich Siegmund ohne eine Wählerschaft, welche beide Augen zuzudrücken bereit ist, um mit dem Politischen ersatzreligiöse Bedürfnisse zu verbinden", schreibt der Journalist der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) am Samstag auf dem Herder-Portal.

Man könne die AfD als eine politische Religion in dem Sinne verstehen, dass sie "ein Erweckungs- und Erlösungsdrama inszeniert, mit Heilserwartungen im Politischen" - und dabei zugleich auf eine leichte Beeinflussbarkeit und Leichtgläubigkeit der Masse setze. Dafür sei der AfD-Spitzenvertreter in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, ein gutes Beispiel, insofern er sich jeder "differenzierten Argumentation und Realitätstauglichkeit" entziehe, eine "Windmaschine des Wechsels" betreibe und sich gegen Kritik immunisiert.

Geyer: "Die Heilserwartung, die er als allmächtige gute Laune schürt, diese Heilserwartung wird in der Ausrichtung auf ihn als eine im Grunde allen diskursiven Rechtfertigungen enthobene Erlöserfigur ersatzreligiös bestimmt. Glaubet an Siegmund, und ihr werdet Berge versetzen - so das vorpolitisch-politische Erlösungsversprechen."

Doch dieses "Erlösungsversprechen" brauche auf der anderen Seite offene Ohren, die auf "autoritäre Heilsangebote" hören und denen "bestimmte psychologische Deformationen" vorausgehen, so Geyer unter Bezugnahme auf die Forschungen von Theodor W. Adorno zum "Autoritären Charakter". So sei die Wahl am Sonntag "auch eine Probe auf die Fähigkeit, Religion und Politik in ihren Eigengesetzlichkeiten unterscheiden zu können, statt den Mangel an differenzierter politischer Argumentation als ersatzreligiöses Heilsangebot zu lesen. Vielleicht beweist der religiöse Mensch gegen diese Versuchung sogar die besseren Nerven."
zurück
Meldungen
Bischöfe vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Letzte Warnung vor AfD
Deutschland
03.09.2026 10:33
Deutscher Bischofskonferenz-Vorsitzender Wilmer: Im Parteinamen formulierte Alternative für Deutschland sei "eine Gesellschaft, in der Freiheit, Menschenwürde und Demokratie eingeschränkt werden" - Katholikenkomitee: Gegen AfD stimmen
Politologe: Niedergang bürgerlicher Parteien nicht unumkehrbar
31.08.2026 12:51
Chemnitzer Politologe Höhne auf "communio.de": "Rückkehr zu den konfessionellen Milieus der Nachkriegszeit ist weder möglich noch wünschenswert" - CDU vor Landtagswahlen im September in Ostdeutschland "fragil wie nie zuvor" - "Autoritäre Versuchung" einer Koalition mit der AfD könnte Bundesregierung insgesamt gefährden

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen