Kirchenneubau für Diaspora-Pfarre im Süden der Insel mit Unterstützung des deutschen Bonifatiuswerkes errichtet
Reykjavík, 06.09.2026 (KAP) Im dünn besiedelten und mehrheitlich protestantisch geprägten Island ist eine neue katholische Kirche eingeweiht worden. In Selfoss im Süden des Landes wurde am Samstag nach mehr als zweijähriger Bauzeit das Gotteshaus "Heilig Kreuz" eröffnet. Rund 600 Menschen nahmen an der Weihe durch den Bischof von Reykjavík, David Tencer, teil.
Der Neubau mit Gemeindezentrum und Priesterwohnung kostete umgerechnet gut vier Millionen Euro. Erstmals verfügt die junge katholische Gemeinde von Selfoss damit über ein eigenes dauerhaftes Zentrum. Bisher wurden Gottesdienste in angemieteten Räumen und einer kleinen Kapelle gefeiert. Rund 1.000 Katholiken leben in der Region, landesweit sind rund 15.900 Menschen katholisch.
Der Kirchenbau wurde unter anderem vom deutschen Bonifatiuswerk und dem Diaspora-Kommissariat mit mehr als 1,1 Millionen Euro unterstützt. Die katholische Kirche ist in Island eine kleine, stark von Migration geprägte Diasporakirche. Der Priester in Selfoss stammt aus den Philippinen.