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Österreich Hilft Österreich Pressegespräch am Dienstag 08.09.2026
Bild Copyright: © Niels Klingler

Caritas-Generalsekretärin: "Wir sind da für Österreich"

08.09.2026 12:24
Österreich/Hilfsorganisation/Kirche/Hochwasser/Soziales/Bildung/Familie
Initiative "Österreich hilft Österreich" feiert sechsten Jahrestag und zieht Bilanz - Katastrophenhilfe für Jahrhunderthochwasser jährt sich zum zweiten Mal: 25,5 Millionen Euro Hilfe für Betroffene
Wien, 08.09.2026 (KAP) Überflutete Orte, gebrochene Dämme und Menschen, die aus ihrem Zuhause fliehen mussten: Die Bilder des Jahrhunderthochwassers im September 2024 sind bis heute präsent. Zum zweiten Jahrestag der Hochwasser-Katastrophe und zum sechsjährigen Bestehen der Initiative "Österreich hilft Österreich" haben Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Hilfsorganisationen am Dienstag Bilanz über die seit 2020 initiierten Hilfestellungen gezogen. Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas, fasste den Kerngedanken der Initiative bei einem Pressegespräch in Wien wie folgt zusammen: "Wir schauen nicht weg und sind da für Österreich."

Die Initiative "Österreich hilft Österreich" war im Corona-Sommer 2020 von Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotem Kreuz, Volkshilfe und dem ORF gegründet worden. In den vergangenen sechs Jahren habe sich laut Parr gezeigt, dass Menschen nicht nur Unterstützung brauchen "wenn eine Krise Schlagzeilen macht". Auf die gesundheitliche und soziale Krise folgten die Energiekrise, eine massive Teuerung und eine hohe Inflation. Gleichzeitig rückte zunehmend die Unterstützung von Familien und jungen Menschen in den Mittelpunkt der Initiative. Die gemeinsame Aufgabe von "Österreich hilft Österreich" und der Caritas besteht laut Parr darin, in Krisen rasch zu helfen und Kinder und Familien langfristig zu stärken.

Weitreichend mediale Aufmerksamkeit erhielt die Initiative für ihre Katastrophenhilfe nach dem Hochwasser 2024. Konkret wurden knapp 8.500 Anträge um Überbrückungshilfe an die Initiative gestellt und insgesamt rund 10,9 Millionen Euro ausbezahlt. Laut Peter Kaiser, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, half das Geld dort aus, wo unmittelbar nach der Katastrophe das Notwendigste fehlte, wie etwa für Haushaltsgeräte oder dringende Reparaturen. Für schwer betroffene Haushalte folgte eine Wiederaufbauhilfe, um verbleibende finanzielle Lücken trotz Versicherungsleistungen zu schließen. Dabei wurden 1.439 Haushalte mit insgesamt rund 14,6 Millionen Euro unterstützt.

"Österreich hilft Österreich" habe in den vergangenen sechs Jahren neben dem Hochwasser auch in vielen anderen Bereichen Unterstützung geleistet hat. Neben den Hochwasserhilfen, konnten laut Caritas-Generalsekretärin Parr vier Millionen Euro für Projekte gesammelt werden, die Familien und junge Menschen stärken. Dazu zählen unter andrem Lerncafés der Caritas oder Lernhäuser des Roten Kreuzes. Gemeinsames Ziel sei es, Kindern auch unter schwierigen Bedingungen Chancen auf Bildung und Entwicklung zu ermöglichen. Für Paar steht folglich fest, dass finanzielle Grenzen der Eltern "keinen Einfluss auf die Chancen der Kinder haben dürfen".
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