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'Zivildiener des Jahres' 2026 mit Ministerin Bauer
Bild Copyright: © BKA/Schrötter

Caritas und Johanniter stellen mehrere "Zivildiener des Jahres"

10.09.2026 11:06
Österreich/Zivildienst/Soziales/Preis/Politik/Hilfsorganisation/Kirche
Ehrung durch Ministerin Bauer bei Feierstunde in Wien
Wien, 10.09.2026 (KAP) Caritas und Johanniter freuen sich über mehrere Ehrungen bei der Auszeichnung von Österreichs "Zivildienern des Jahres": Leonardo Wakonig, Zivildiener bei den Wiener Johannitern, wurde von einer Fachjury zum bundesweiten "Zivildiener des Jahres" gekürt. Johannes Hinterholzer von der Caritas-Werkstatt Zwettl in NIederösterreich und Rafael Genave vom Caritas-Wohnhaus "Franciscus" im Burgenland erhielten die Auszeichnung zum jeweiligen Landessieger. Die auch für den Zivildienst zunständige Bundesministerin Claudia Bauer (ÖVP) übergab die Preise am Dienstag bei einer Feierstunde in Wien.

Wakonig beeindruckte laut Petra Grell-Kunzinger, Bundesgeschäftsführerin der mit der evangelischen Diakonie verbundenen Johanniter, mit seiner Menschlichkeit und seinem Verantwortungsbewusstsein, "das weit über das Erwartbare hinausgeht". Über die Lebensretter-App sei der Zivildiener etwa zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand in seiner Nähe alarmiert worden und konnte noch vor dem Rettungsdienst lebensrettende Maßnahmen einleiten. Für den Sanitäter sei sein Einsatz selbstverständlich gewesen. "Ich habe einfach das gemacht, was in dem Moment nötig war." Wakonigs Engagement geht zudem über das Ende seines Zivildienstes im Juni 2025 hinaus. Bis heute ist der Wiener als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Rettungsdienst aktiv.

Auch Johannes Hinterholzer aus dem Waldviertler Bad Traunstein überzeugte in der Caritas-Werkstatt Zwettl nicht nur durch seinen engagierten Einsatz für Menschen mit Behinderungen, sondern brachte sein technisches Know-how ein und setzte mehrere Digitalisierungsprojekte um. Ein Beispiel dafür ist die Essensbestellung, wo der Zivildiener ein eigenes Online-Tool programmierte, mithilfe dessen die Klientinnen und Klienten selbstständig ihre digitale Essensbestellung aufgeben können. "Johannes hat weit mehr geleistet, als von einem Zivildiener erwartet werden kann", betont Beate Stinauer, Leiterin der Caritas Werkstatt Zwettl. Hinterholzer blickt positiv auf seine neun Monate zurück und könne "jedem nur empfehlen in einer der zahlreichen Einrichtungen der Caritas einen Zivildienst zu absolvieren".

Ebenso bemüht löste Rafel Genave in seiner Zivildienstzeit beim Caritas-Wohnhaus "Franciscus" in Eisenstadt IT-Probleme, kochte und packte überall an, wo gerade eine helfende Hand gebraucht wurde. Die schönste Erfahrung habe er in der Arbeit mit einer obdachlosen Frau erlebt, als er ihren Rohstuhl reparierte. "Wie sie sich bedankt hat - es war einfach wunderbar anzusehen."

Die Auszeichnung "Zivildiener des Jahres" wird jährlich von einer Fachjury vergeben. Mit dem Preis werden junge Männer geehrt, die sich während ihres Zivildienstes besonders engagiert und als Vorbilder bewiesen haben. Pro Bundesland gibt es einen "Zivildiener des Jahres". Aus dem Kreis dieser Landessieger kürt die Jury den Bundessieger.

Ebenfalls ausgezeichnet für ihren Dienst in sozialen Einrichtungen wurden Leo Brandstätter als Tiroler "Zivildiener des Jahres" vom Bilden- und Sehbehindertenverband, Matteo Müller vom Vorarlberger Kindergarten Hellbrunnen in Hohenems, der Oberösterreicher Maximilian Heigl vom Kepler Universitätsklinikum und Leonhard Koch vom Kärntner Integrationszentrum Seebach. Die Lebenshilfe stellt in der Steiermark mit Leo Gugatschka und in Salzburg mit Daniel Perner gleich zwei "Zivildiener des Jahres".
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