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Papst Leo XIV. bei der Generalaudienz am 5. August 2026 im Petersdom im Vatikan.
Informationstechnologie
Bild Copyright: © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo XIV.: Fortschritt braucht gemeinsame Verantwortung

12.09.2026 12:59
Vatikan/Papst/Gesellschaft/Computer und Informationstechnologie/Papst/Gesellschaft/Informationstechnologie
Papst vor Teilnehmern eines amerikanischen Nord-Süd-Dialogforums: Geteilte Verantwortung kann dazu beitragen, dass legitime Unterschiede nicht zu Zersplitterung führen
Vatikanstadt, 12.09.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat angesichts des technologischen Fortschritts zu gemeinsamer Verantwortung aufgerufen. Die entscheidende Frage sei, welche Menschheit wir gestalten wollten und welchen Platz jeder Einzelne darin einnehmen werde, sagte der Papst am Samstag im Vatikan vor Teilnehmern eines amerikanischen Nord-Süd-Dialogforums. Eine Verantwortung dieser Größenordnung übersteige die Möglichkeiten einzelner Institutionen. Deshalb sei es notwendig, die Logik der Subsidiarität mit neuer Kraft wiederzubeleben.

Dabei verteidigte Leo XIV. ausdrücklich den Pluralismus, der jedoch ein Prinzip der Einheit benötige: "Eine Agenda der geteilten Verantwortung kann gerade dazu beitragen, dass legitime Unterschiede nicht zu einer Zersplitterung führen." Ein wahrer Dialog verpflichte dazu, auch dann im Gespräch zu bleiben, wenn gegensätzliche Interessen aufeinandertreffen und Entscheidungen konkrete Zugeständnisse erfordern.

Der Papst appellierte für eine echte Bewegung der Reflexion und des Handelns - mit Weitsicht und ohne Angst. Es brauche Institutionen, die in der Lage seien, zu regulieren, ohne zu ersticken, und zu schützen, ohne die Kontrolle zu übernehmen. Unternehmen müssten Arbeit und Würde als Maßstäbe für ihren Erfolg anerkennen. Bürger wiederum sollten Verantwortung, Mäßigung, Unterscheidungsvermögen und einen Sinn für die Wahrheit pflegen.

"Wir sollten uns von Spannungen oder Unterschieden nicht einschüchtern lassen, da sie zu kreativen Kräften werden können, wenn sie von gemeinsamer Verantwortung geleitet werden", so der Papst. Er riet zu einer gesunden Kultur der Verhandlung. Diese müsse in der Lage sein, Wege zu eröffnen, wo Unterschiede jede Möglichkeit der Begegnung zu versperren schienen.

"Möge der Fortschritt unserer Zeit keine neuen Ruinen hinterlassen, und möge alles, was wir errichten, wahrhaftig ein Zuhause und ein Zufluchtsort für alle sein, angefangen bei den Bedürftigsten", schloss Leo XIV.
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