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Unbekanntes Gemälde Goyas mit Heiligendarstellung entdeckt

13.09.2026 13:57
Spanien/Kunst/Geschichte/Malerei/Museen/Goya/Heilige
Medienbericht in Spanien über Aufsehen erregende Erkenntnis, die neues Licht auf Goyas Schaffen religiöser Werke wirft
Madrid, 13.09.2026 (KAP/KNA) In Spanien ist ein bisher unbekanntes religiöses Gemälde des spanischen Malers Francisco de Goya (1746-1828) entdeckt worden. Das knapp 51 mal 38 Zentimeter große Werk zeigt den heiligen Paschalis Baylon, einen Franziskanerbruder aus dem 16. Jahrhundert, bei der Verehrung der Eucharistie, wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) am Sonntag unter Berufung auf die spanische Tageszeitung "La Vanguardia" berichtete. Goya dürfte es in seiner frühen Reifezeit gemalt haben.

Der Fund trug sich bereits 2018 zu. Der Kunsthändler Artur Ramon aus Barcelona erwarb damals auf einer Auktion in Madrid das kleine Gemälde, das Goyas Schwager und früherem Förderer Francisco Bayeu zugeschrieben wurde. Der Antiquar nutzte die Corona-Pandemie, um das Bild genauer zu studieren. Dabei kamen ihm erste Zweifel an der Urheberschaft angesichts der ungewöhnlich hohen künstlerischen Qualität des Werks.

Nach der Pandemie zog Ramon laut dem Bericht Experten aus dem Madrider Prado-Museum zu Rate, das über die größte Goya-Sammlung der Welt verfügt. Manuela Mena, ehemalige Leiterin der Goya-Abteilung, bestätigte Ramons Vermutungen nach jahrelangen wissenschaftlichen Untersuchungen. Das Gemälde gehört zu einer Gruppe von Heiligendarstellungen, die Goya seinerzeit für private Auftraggeber malte.

Der Fund wirft neues Licht auf Goyas Schaffen religiöser Werke. In der Kunstgeschichte wurde es lange Zeit vergleichsweise wenig beachtet. Das Bild soll zu den herausragenden Exponaten einer großen Goya-Ausstellung 2028 gehören, mit der der Prado den 200. Todestag des Malers feiern will. Die Ausstellung wird sich besonders mit Goyas religiösem und klerus-kritischem Werk beschäftigen.
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