Frühe Unterstützung verbessert laut Schwangerenberatungsstelle gesundheitliche und soziale Chancen - Spendenaufruf zum Welttag des Kindes am 20. September
Wien, 14.09.2026 (KAP) Unterstützung bereits während der Schwangerschaft kann nach Ansicht von "aktion leben österreich" dazu beitragen, die gesundheitlichen und sozialen Chancen von Kindern und ihren Eltern zu verbessern. Zum Welttag des Kindes am 20. September hat der überkonfessionelle Verein auf die Bedeutung früher Beratung und Begleitung werdender Eltern aufmerksam gemacht. Eine Anlaufstelle bei Fragen und Problemen könne dazu beitragen, Belastungen frühzeitig abzufangen und spätere Schwierigkeiten zu vermeiden, erklärte Generalsekretärin Martina Kronthaler in einer Aussendung am Montag, verbunden mit einem Spendenaufruf. "aktion leben" bietet ein breites kostenloses Hilfsangebot, das zum überwiegenden Teil aus privaten Mitteln getragen wird.
"Eine Anlaufstelle für Fragen, das Wissen, bei Problemen nicht allein zu sein, sollte für schwangere Frauen und werdende Väter selbstverständlich sein. Die Information darüber muss verstärkt werden", so Kronthaler. In der Beratung könnten auch Wissen über gesundes Verhalten und entsprechende Kompetenzen vermittelt werden.
Die Schwangerschaft sei dafür ein besonderes "Chancenfenster", erklärte die "aktion leben"-Generalsekretärin. Werdende Eltern seien in dieser Phase häufig besonders motiviert und offen, gute Bedingungen für ihr Kind zu schaffen. Beratung könne die Freude an der Elternschaft fördern und zur Gesundheit von Eltern und Kindern beitragen. Als einen Faktor nannte Kronthaler auch die Verringerung von Stress, etwa durch Unterstützung bei finanziellen Belastungen.
Große Nachfrage
Das Leistungsspektrum umfasst neben der klassischen Schwangerenberatung und der Begleitung von Familien bis zum zweiten Geburtstag des Kindes auch die Elternberatung im Rahmen des neuen Eltern-Kind-Passes. Zudem werden Paarberatungen, Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch sowie praktische Sachleistungen wie Second-Hand-Babykleidung angeboten. Als bundesweites Praxiszentrum fungiert der Verein zudem für die sogenannte Bindungsanalyse, eine Methode zur vorgeburtlichen Beziehungsförderung zwischen Eltern und ungeborenem Kind.
Die Nachfrage nach den Angeboten ist laut der Organisation groß, die Absicherung der Finanzierung bleibe jedoch eine beständige Herausforderung. Zwar fördere das Bundesministerium für Familien und Jugend die qualitätsvolle Familienberatung, diese öffentliche Unterstützung sei aber ohne die zusätzliche Zuwendung von Spenderinnen und Spendern nicht existenzfähig. "Alle direkte Hilfe - Überbrückungshilfen, Einmalzahlungen, Patenschaften - sind ausschließlich durch Spenden möglich. Auch den laufenden Beratungsbetrieb finanzieren wir zum überwiegenden Teil über Spendenmittel", so Generalsekretärin Kronthaler.