Bischof Scheuer und ehemaliger Landeshauptmann Josef Pühringer nahmen am Turnier teil
Linz, 14.09.2026 (KAP) 189 Tarockspielerinnen und Tarockspieler - darunter Bischof Manfred Scheuer und der frühere oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer - folgten am gestrigen Sonntag, 13. September, der Einladung des Linzer Dombauvereins "Pro Mariendom", um gemeinsam für einen guten Zweck zu tarockieren. "Tarockieren ist ein Gesellschaftsspiel, es bringt die Leute zusammen", begrüßte Bischof Scheuer laut Aussendung der Diözese die Spielenden. Das Spiel drücke "etwas aus von Freiheit, Lebensfreude und Gemeinschaft". Nicht tarockieren zu können, sei "beinahe ein Weihehindernis", hätte es in seiner Zeit im Petrinum und im Priesterseminar geheißen, so Scheuer schmunzelnd.
Gespielt wurde nach den Oberösterreichischen Tarockregeln (Königrufen) im "pauls steak & veggi Linz". Über mehrere Stunden hinweg wurde konzentriert gerechnet, taktiert und um jede Karte gekämpft. Über die drei Hauptpreise - jeweils eine Nächtigung für zwei Personen im Thermenhotel Miraverde sowie einen Tarockabend mit Bischof Manfred Scheuer - durften sich Franz Kienast (Platz 3), Gerhard Kovacic (Platz 2) und Turniersiegerin Susi Mayr, Großnichte des ehemaligen Domdechanten Josef Rettenbacher, freuen.
Organisiert wurde die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Mühlviertler TarockCup und der Linzer Tarock Akademie. Mit dabei waren auch der ehemalige Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, der ehemalige Bürgermeister der Stadt Linz, Franz Dobusch, Journalistin Christine Haiden, Erich Frommwald (ehemaliger CEO der Kirchdorfer Gruppe), der emeritierte Dompfarrer Maximilian Strasser, Christoph Niemand, Karin Strobl (Energie AG), Werner Pamminger, Josef Weißl (ehemaliger Vorstandsdirektor der Oberbank) und viele mehr. Landeshauptmann a.D. Josef Pühringer, geschäftsführender Präsident von Pro Mariendom, freute sich über den Reinerlös des Turniers von knapp 10.000 Euro für die laufenden Restaurierungsarbeiten im Mariendom.
UNESCO-Kulturerbe
Tarock-Königrufen zählt zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe Österreichs und feiert 2027 sein 200-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sind österreichweit zahlreiche Aktivitäten geplant, darunter ein großes Benefizturnier in Linz am 27. Februar 2027, rund 200 Turniere in ganz Österreich, eine Jubiläumsausgabe der Tarockkarten der Firma Piatnik sowie eine Festschrift unter der Federführung von Robert Sedlaczek.
Die Wurzeln des Tarockspiels reichen bis ins Oberitalien des 15. Jahrhunderts zurück. In der Habsburgermonarchie erlebte das Spiel seine große Blüte und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum österreichischen Kartenspiel schlechthin. Bis heute wird es von Generation zu Generation weitergegeben und begeistert durch die gelungene Mischung aus Strategie, Spielwitz, Merkfähigkeit und Intuition. Gespielt wird Tarock von Menschen aller Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten. In Österreich gibt es mehr als 100.000 Tarockspielerinnen und Tarockspieler.