Vatikan pocht auf verantwortungsvollen Umgang mit Atomtechnologie
15.09.202616:33
Vatikan/Österreich/Atomenergie/Diplomatie/Kirche
Kurien-Erzbischof Gallagher sprach bei 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien
Wien/Vatikanstadt, 15.09.2026 (KAP) Zur 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien hat Vatikan-"Außenminister" Erzbischof Paul Richard Gallagher die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Atomtechnologie betont. Eine friedliche Nutzung von Kerntechnik sei möglich, insbesondere "um den steigenden Energiebedarf zu decken", und sie sei ein bedeutendes Beispiel dafür, wie wissenschaftlicher Fortschritt im Dienste der Menschheit eingesetzt werden könne, sagte der britische Kurienerzbischof laut "Vatican News" am Dienstag. Weil dies jedoch nicht immer der Fall sei, müsse man daran erinnern, dass der verantwortungsvolle Umgang mit solchen Instrumenten mit unabdingbaren Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten einhergehe.
Atom-Entwicklungsprogramme dürfte nicht zur Beschaffung von Atomwaffen führen, Kernkraftwerke müssten in Kriegssituationen geschützt sein und Künstliche Intelligenz dürfe auch im Nuklearbereich nur unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken und unter Einhaltung solider Sicherheitsstandards eingesetzt werde, so Erzbischof Gallagher in seiner Rede. Der vatikanische Spitzendiplomat erinnerte an das langjährige Engagement des Heiligen Stuhls, der zu den Gründungsmitgliedern der IAEO zählt - dies in der Überzeugung, dass eine Technologie mit einem so enormen Potenzial wie die Kernenergie "von soliden ethischen Grundsätzen geleitet, im Dienste des Friedens und der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung eingesetzt und vor jeglicher zerstörerischen Nutzung geschützt werden muss".