Islamische Organisationen verurteilen Drohnenattacke auf Mekka
16.09.202613:23
Saudi-Arabien/Jemen/Konflikte/Religion/Islam
Generalsekretär der Islamischen Weltliga: Angriffe auf religiöse Orte ein "Verrat am Glauben"
Mekka, 16.09.2026 (KAP/KNA) Nach der mutmaßlichen Drohnenattacke der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Stadt Mekka haben islamische Organisationen die Tat verurteilt. Die Islamische Weltliga mit Sitz in Mekka sprach in einer Stellungnahme am Mittwoch von einem eklatanten Verstoß gegen die Werte des Islam und die grundlegendsten humanitären Prinzipien. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) nannte den Angriff laut Nachrichtenagentur KNA eine Provokation für Muslime weltweit. In Mekka befindet sich die heiligste Stätte des Islam.
Turki al-Maliki, Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz gegen die Huthi-Miliz, hatte am Dienstagabend mitgeteilt, die saudische Luftabwehr habe einen von den Huthi gestarteten unbemannten Flugkörper abgefangen und zerstört, bevor er in den Luftraum von Mekka eindringen konnte. Al-Maliki sprach von einer roten Linie. Der "feindselige Terroranschlag" sei der zweite Versuch eines Angriffs auf Mekka nach einer ballistischen Rakete am 27. Juli 2017.
Gegen Glaube und Völkerrecht
Angriffe auf religiöse Orte und das Leben von Muslimen seien ein "Verrat am Glauben", erklärte der Generalsekretär der Islamischen Weltliga, Muhammad bin Abdul Karim Issa; er war früher saudischer Justizminister. Die OIC, ein Zusammenschluss von 57 islamisch geprägten Staaten, nannte Gewaltakte gegen heilige Stätten, Moscheen und zivile Infrastruktur "Terrorismus, der islamischen Werten sowie internationalen Normen, Grundsätzen und dem Völkerrecht zuwiderläuft".