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Wien: Caritas Haus Franciscus neu eröffnet

16.09.2026 16:06
Österreich/Kirche/Soziales/Caritas
Caritasdirektor Schwertner: "Ein Ort, an dem Menschen mit ihren individuellen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen" - Zwei Wohngemeinschaften für insgesamt 25 Bewohnerinnen und Bewohner mit intellektueller oder mehrfacher Behinderung
Wien, 16.09.2026 (KAP) Im Rahme einer Feierstunde ist am Mittwoch nach einer umfangreichen Sanierung das Caritas Haus Franciscus in Wien Donaustadt neu eröffnet worden. Die Einrichtung besteht seit 30 Jahren und richtet sich an Menschen mit intellektueller oder mehrfacher Behinderung, die ganzheitlich in allen Lebensbereichen betreut werden. Der Wiener Caritasdirektor Klaus Schwertner betonte, dass die Sanierung mehr bedeute als eine bauliche Erneuerung: "Sie schafft einen Ort, an dem Menschen mit ihren individuellen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen. Unser Ziel ist es, Teilhabe und Lebensqualität bestmöglich zu fördern", so Schwertner.

In zwei Wohngemeinschaften finden die 25 Bewohnerinnen und Bewohner ein Zuhause, das ihnen Unterstützung und Orientierung bietet. Hier würden sie ihren Alltag gemeinsam gestalten, erlebten Gemeinschaft und fänden gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten in 19 Einzel- und zwei Doppelzimmern, so die Caritas in einer Aussendung. Die neu gestalteten Wohn- und Betreuungsbereiche würden eine angenehme und einladende Atmosphäre sowie optimale Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung schaffen. Die Einrichtung wird vom Fonds Soziales Wien (FSW) gefördert, auch in die Sanierung hat der FSW investiert.

Stefanie Vasold, Mitglied des Gemeinderatsausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport, sagte bei der Eröffnung: "Eine soziale Stadt zeigt sich daran, ob alle Menschen ihren Platz in ihr haben. Menschen mit Behinderung sollen in Wien nicht nur gut betreut werden, sondern ihr Leben möglichst selbstbestimmt gestalten können. Mit Wahlmöglichkeiten, mit Privatsphäre und als selbstverständlicher Teil ihrer Nachbarschaft. Genau dafür braucht es Einrichtungen wie das Haus Franciscus.

Pfarrer Thomas Kaupeny erinnerte bei der Segnung an die Anfänge des Hauses, als es im Jugendheim "Am Himmel" eine große Gruppe von Jugendlichen mit Behinderungen gab. "Wir haben uns um Nachfolgeplätze bemüht, es gab nichts adäquates." In seiner Not wandte sich Kaupeny an den damaligen Heimleiter. Dieser habe sich an die Caritas gewandt. Kaupeny: "Das Wunder ist geschehen. Die Entscheidung, etwas derartig Neues aufzubauen, war gefallen." 1996 übersiedelte schließlich eine Gruppe junger Erwachsener vom "Himmel" in das neue Haus Franciscus. Seither habe er ihr Leben weiter begleitet, so der Seelsorger: "Einige habe ich schon als Kinder gekannt, sie sind jetzt 35 bis 40 Jahre alt."
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