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Pralinen für den guten Zweck: Missio-Jugendaktion gestartet

17.09.2026 07:30
Österreich/Äthiopien/Indien/Kamerun/Simbabwe/Kirche/Hilfsorganisation/Schule/Bildung/Jugendliche
Kinder und Jugendliche verkaufen fair produzierte Produkte - Hilfswerke unterstütz mit Einnahmen Bildungs-, Gesundheits- und Jugendprojekte im Globalen Süden
Wien, 17.09.2026 (KAP) Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich (Missio) haben zum 52. Mal ihre alljährliche österreichweite Jugendaktion unter dem Motto "Tu Gutes für dich und mich!" gestartet. Im Herbst verkaufen tausende Kinder und Jugendliche in Pfarren oder im Rahmen des Religionsunterrichts 330.000 Packungen fairer Schokopralinen und 130.000 Packungen "Happy Blue Chips". Der Reinerlös fließt in diesem Jahr in Bildungs- und Jugendprojekte in Äthiopien, Kamerun, Simbabwe und Indien. Auch die Jugendarbeit der Katholischen Jugend in Österreich wird unterstützt, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.

Die Missio-Jugendaktion soll Kinder und Jugendliche im Rahmen des Religionsunterrichts in Schulen und Gruppenstunden in Pfarren für weltweite soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Themen sensibilisieren. "Ihr seid das Herz der Jugendaktion. Gemeinsam zeigt ihr, wie viel junge Menschen bewegen können", dankte Missio-Nationaldirektor Johannes Laichner den Jugendlichen für ihren Einsatz. Allein im Vorjahr konnten 293.000 Euro für Missio-Hilfsprojekte gesammelt werden.

Bildung, Infrastruktur, Wasser und Gesundheit

Schwerpunktland der heurigen Jugendaktion ist Äthiopien. Mit einem Bildungsprojekt unterstützt Missio dort vor allem im Südosten des Landes Frauen und Kinder, die unter Armut und Ausgrenzung leiden, mit einem niederschwelligen Zugang zur Schulbildung und Ausbildungsprogrammen.

In Kamerun liegt der Fokus auf der Stadt Ntui, wo die veralteten Schulgebäude und die Ausstattung der "Saint-Joseph-School" saniert und erweitert werden. Wegen akuten Platzmangels wird der schadhafte Teil renoviert, zudem wird eine eigene englischsprachige Klasse für geflohene Kinder aus Konfliktregionen errichtet.

In Simbabwe wird in einem Vorort nahe der Hauptstadt ein Brunnen gebaut, um sauberes Trinkwasser für den örtlichen Kindergarten, eine Schule und ein Krankenhaus zu sichern und Krankheitsausbrüche vorzubeugen. Damit verbunden ist die Bewässerung eines Gartens für den Gemüseanbau; überschüssige Ernten werden zugunsten der Kinder verkauft.

In Indien wird eine mobile Gesundheitsklinik in Kalkutta eingerichtet, um Müttern, Kindern und Jugendlichen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Das medizinische Team hält vor Ort zudem Sensibilisierungsvorträge über Hygiene und gesunde Ernährung.

"Naschen mit gutem Gewissen"

Die fair gehandelten Schokopralinen werden in einer recycelbaren, hochwertigen Papierbox mit je sieben Stück angeboten. Die "Happy Blue Chips" kommen aus den peruanischen Anden. Dort wachsen die blauen, nativen und seltenen Erdäpfel auf 4.000 Metern Höhe. Diese werden von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Kooperative "Agropia" in Handarbeit biologisch angebaut. Der Verkauf der "Happy Blue Chips" bedeutet für 120 Bauernfamilien einen Schritt in ein besseres Leben, hieß es seitens der Hilfsorganisation. (Bestellungen unter www.jugendaktion.at)
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