Große Maria-Magdalena-Ausstellung im Frankfurter Städel Museum
17.09.202613:35
Deutschland/Kunst/Ausstellung/Religion/Geschichte
Schau "Sin. Pray. Love." laut Museum die erste umfassende Ausstellung im deutschsprachigen Raum zu der außergewöhnlichen biblischen Gestalt - Leihgaben auch aus Louvre, National Gallery und Vatikanischen Museen
Frankfurt, 17.09.2026 (KAP/KNA) Der biblischen Gestalt Maria Magdalena ist erstmals im deutschsprachigen Raum eine große Ausstellung gewidmet. Das Frankfurter Städel Museum zeigt unter dem Titel "Sin. Pray. Love." bis Mitte Jänner 2027 mehr als 100 hochkarätige Gemälde, Skulpturen und Grafiken - vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Das Spektrum reicht von Albrecht Dürer, Arnold Böcklin und Max Beckmann bis zu Lotte Laserstein, Lavinia Fontana und Kiki Smith, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA).
Bedeutende Leihgaben für die Schau stellten die National Gallery in London sowie die Berliner Gemäldegalerie, das Metropolitan Museum of Art in New York, der Louvre in Paris, die Vatikanischen Museen und die National Gallery of Art in Washington bereit.
Facettenreiche Frau
Laut Städel Museum ist es die erste umfassende Ausstellung im deutschsprachigen Raum, die der außergewöhnlichen Gestalt Maria Magdalenas zugedacht ist. "Zwischen Heiliger, Sünderin und enger Gefährtin Christi: Als eine der facettenreichsten Frauenfiguren der biblischen Überlieferung und der Kunstgeschichte fasziniert sie seit Jahrhunderten", so das Museum.
Dem Neuen Testament zufolge gehörte Maria Magdalena neben den Jüngern zum engeren Kreis um Jesus. Ihr Beiname Magdalena soll von ihrem Heimatort Magdala abgeleitet worden sein. Gemäß den Evangelien wohnte sie der Kreuzigung Jesu und seiner Kreuzabnahme bei und blieb nach seiner Grablegung weinend am Grab. Sie war es demnach auch, die das Grab später leer vorfand und dem auferstandenen Jesus als Erste begegnete. Maria Magdalena wurde dann mehrere Jahrhunderte später mit der namenlosen Sünderin, die Jesus die Füße salbte, gleichgesetzt, was inzwischen aber vom biblischen Befund als nicht gedeckt gilt.