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Grünwidl: Österreich kann dankbar sein für Ordensspitäler

18.09.2026 13:39
Österreich/Kirche/Orden/Ordensspitäler/Grünwidl
Festgottesdienst der Wiener Ordensspitäler im Stephansdom mit Erzbischof Grünwidl - "Ordensgemeinschaften gehören zu den Pionieren unseres Sozialsystems"
Wien, 18.09.2026 (KAP) Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat am Donnerstagabend beim traditionellen Gottesdienst der Wiener Ordensspitäler im Stephansdom deren Wirken gewürdigt. In seiner Predigt unterstrich der Erzbischof wörtlich: "Ich bin dankbar für die Wiener Ordensspitäler und unsere Gesellschaft kann es auch sein." Nachsatz: "Ordensgemeinschaften gehören zu den Pionieren unseres Sozialsystems."

Es sei der Glaube und der selbstlose Einsatz von Ordensfrauen und Ordensmännern gewesen, die am Anfang der Entwicklung des mitteleuropäischen Sozialsystems standen. Jahrhundertelang hätten etwa in Wien Ordensgemeinschaften in der Krankenversorgung und in sozialen Bereichen Pionierarbeit geleistet. Diese großartigen Leistungen seien längst integraler Bestandteil der Gesellschaft und des Sozialstaates, so Grünwidl.

Aber auch heute seien die Wiener Ordensspitäler für die Gesundheitsversorgung essentiell. Sie deckten in Wien 20 Prozent der Gesundheitsleistung ab, angefangen bei der Spitzenmedizin bis zur ganzheitlichen Begleitung und Seelsorge für Patienten und ihre Angehörigen, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An die Stadt Wien richtete der Erzbischof den Appell, dass die Ordensspitäler auch weiterhin im notwendigen Ausmaß unterstützt werden, "damit sie voll arbeitsfähig bleiben können".

Grünwidl ermutigte zudem die Ordensgemeinschaften, sich dieser Leistungen auch selbst stets bewusst zu sein. Es sei ihm wichtig, "dass unsere Ordensgemeinschaften erkennen, wie gesellschaftsprägend sie waren und wie unverzichtbar sie immer noch sind". Auch wenn nicht wenige dieser sozial orientierten Gemeinschaften heute große Nachwuchssorgen hätten, Häuser schließen und erkennen müssten, dass ihr historischer Auftrag erfüllt ist, so bleibe "ihre großartigen Leistungen im Bereich der Krankenpflege, der Schulen und der Sozialeinrichtungen ungeschmälert".

Er finde es zudem großartig, so der Erzbischof, wie in den Ordensspitälern versucht werde, "den christlichen Geist weiter wehen zu lassen, auch wenn keine oder kaum noch Mitglieder einer Ordensgemeinschaft im Krankenhaus zu sehen sind". Aber der christliche Geist, das Motto und die Spiritualität der Ordensgemeinschaften seien dank einer intensiven Wertearbeit, durch kompetentes Personal und durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam zu spüren, so Grünwidl: "Christliches Grundwissen, Werte, Haltungen und ein ethisches Grundgerüst bilden das 'gewisse Etwas', das in einem Ordensspital den Unterschied ausmacht."

Die Wiener Ordensspitäler umfassen das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, das Franziskus Spital sowie die Spitäler der Vinzenz Kliniken Wien. Zu Letzteren gehören das Herz-Jesu Krankenhaus, das Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien, das Orthopädische Spital Speising, das St. Josef Krankenhaus und das Krankenhaus Göttlicher Heiland.
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