Katholische Bischöfe des südamerikanischen Landes zwei Monate vor Papstbesuch in Uruguay zum Ad-limina-Besuch in Rom
Rom, 18.09.2026 (KAP) Knapp zwei Monate vor dem Papstbesuch in Uruguay sind die katholischen Bischöfe des südamerikanischen Landes am Freitag im Rahmen ihres Ad-limina-Besuchs in Rom von Papst Leo XIV. empfangen worden. Seit Montag hatten sie bei Gesprächen in verschiedenen Behörden der Römischen Kurie die Herausforderungen und Hoffnungen ihrer Gemeinden geschildert, wo es gilt, Christus in einer säkularisierten Gesellschaft zu verkünden, wie das Nachrichtenportal Vatican News berichtete.
"Wie können wir das Evangelium und Christus in den verschiedenen Lebenswelten, denen wir begegnen, verkünden?" Mit diesen Worten fasste Alfonso Bauer, Bischof von Florida, im Interview mit den vatikanischen Medien eines der Hauptanliegen zusammen. Im stark säkularisierten Uruguay, das Papst Leo XIV. vom 6. bis 8. November als erste Etappe seiner Lateinamerika-Reise besuchen wird, versucht die Kirche, neue Wege zu finden, um das Evangelium im Alltag präsent zu machen, die Menschen zu begleiten und Hoffnung zu bringen.
Für die Diözese Salto hat die Uruguay-Reise von Leo XIV. durch den geplanten Aufenthalt des Papstes in Paysandú eine besondere Bedeutung. Das Kirchenoberhaupt wird dort eine Gemeinde mit einer langen katholischen Tradition und einer starken salesianischen Präsenz treffen. Die Vorbereitungen umfassen sowohl logistische als auch spirituelle Aspekte. Die Kirchengemeinde auf eine Zeit der "Bestätigung im Glauben" vorzubereiten sei aus seiner Sicht "das Wichtigste", sagte Diözesanbischof Arturo Fajardo.
Auch Fajardo betonte die Evangelisierung als eine der großen Herausforderungen für die Kirche im "säkularisiertesten Land Lateinamerikas". Uruguay könne in gewisser Weise als "kleines Versuchslabor" betrachtet werden kann, um zu verstehen, wie eine Kirche ihr apostolisches Wirken aufrechterhalten und trotz der Schwierigkeiten durchgehalten hat. Neben der Evangelisierung hob der Bischof weitere Herausforderungen hervor: Berufungen und die Notwendigkeit, der "Evangelisierungsarbeit neuen Schwung zu verleihen", stets "mit Vertrauen, Hoffnung und Freude" aus dem Glauben heraus.
Paysandú und Florida sind neben der Hauptstadt Montevideo die zentralen Stationen des Papstbesuchs in Uruguay. In dem kleinen Land zwischen Brasilien und Argentinien gibt es seit 1916 eine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat, weniger als die Hälfte der Uruguayer nennen sich katholisch. Nach Uruguay besucht Leo XIV. vom 8. bis 11. November Argentinien. Anschließend wird er von 11. bis 17. November in Peru erwartet.