Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst
Ökumene
Bild Copyright: © epdö / Marco Uschmann

Ökumene: Schöpfungsverantwortung verbindet die Kirchen

20.09.2026 11:06
Österreich/Kirche/Ökumene/Umweltschutz/ÖRKÖ/ORF-Gottesdienst
Gottesdienst des Ökumenischen Rates (ÖRKÖ) zur Schöpfungszeit wurde im ORF aus der methodistischen Kirche in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus übertragen - ÖRKÖ-Vorsitzender Petrosyan: "Wir brauchen einander. Wir hören aufeinander. Wir beten miteinander. Und wir tragen gemeinsam Verantwortung für Gottes Schöpfung"
Wien, 20.09.2026 (KAP) Die Einladung, innezuhalten, umzukehren und neu zu lernen, dankbar als Teil von Gottes Schöpfung zu leben, stand im Mittelpunkt des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Schöpfungszeit. Der Gottesdienst am Sonntag in der methodistischen Kirche in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus wurde live auf ORF III und in den ORF Regionalradios übertragen. Er stand unter dem Motto "Was ist der Mensch" und der ÖRKÖ-Vorsitzende Bischof Tiran Petrosyan sagte dazu in seinen Ausführungen: "Der Mensch ist nicht Herr über alles. Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Ein Geschöpf, das sich verirren kann. Ein Geschöpf, das umkehren kann. Und ein Geschöpf, das lernen kann, in Gemeinschaft zu leben - mit Gott, mit den Menschen und mit der ganzen Schöpfung."

Wer die Schöpfung nur als Ressource sieht - als etwas, das man benutzen, verbrauchen und besitzen kann - verliere etwas Wesentliches: das Bewusstsein, selbst Teil dieser Schöpfung zu sein: "Der Mensch steht nicht außerhalb der Schöpfung. Wir sind Erde und Atem. Wir sind angewiesen auf Wasser, auf Nahrung, auf Luft, auf andere Menschen. Unser Leben ist miteinander verbunden", so Petrosyan.

Deshalb sei die Frage "Was ist der Mensch?" auch eine ökumenische Frage. Denn keine Kirche könne diese Frage allein beantworten, sagte der ÖRKÖ-Vorsitzende: "Wir brauchen einander. Wir hören aufeinander. Wir beten miteinander. Und wir tragen gemeinsam Verantwortung für Gottes Schöpfung."

"Gemeinschaft der ehrlichen Zuwendung"

Das biblische Gleichnis vom "Verlorenen Sohn" bzw. "Barmherzigen Vater" stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die evangelische Bischöfin Cornelia Richter fokussierte in ihren Ausführungen auf den vergebenden Vater und sich dem reuigen Sohn zuwendenden Vater und sagte: "Wie schön wäre es, wenn wir diese Gemeinschaft der ehrlichen Zuwendung in unseren Kirchen leben würden und weit darüber hinaus, da draußen auf den Straßen und Plätzen, in Stadt und Land, in den Regionen, Ländern und Nationen - wie schön wäre es, wenn diese Gemeinschaft der ehrlichen Zuwendung zu unserem gemeinsamen Lebensethos würde." Dann wären Momente des Innehaltens und der Vergebung möglich.

In Gottes Schöpfung seien sie möglich, zeigte sich die Bischöfin überzeugt: "So wie sich die Natur verblüffend schnell regenerieren kann, so können wir uns in unserem Menschsein regenerieren: Täglich neu, einfach so, umkehren, einander vergeben und auf das achten, was uns geschenkt ist: Pflanzen, Tiere, Mitmenschen." Nachsatz: "Denn wir sind - Gott sei Dank - Teil seiner Schöpfung."

"Ein menschenfreundliches Gottesbild"

Mit Blick auf den Barmherzigen Vater, der im Zentrum des biblischen Gleichnisses steht, "blitzt ein Hoffnungsstrahl auf", betonte Erzbischof Grünwidl in seinem Impuls. Dem jüngeren Sohn, der heimkommt um sich zu entschuldigen, laufe der Vater entgegen und umarme ihn. Zum bockigen älteren Sohn gehe er hinaus und rede ihm geduldig gut zu, so Grünwidl: "Jesus verkündet uns einen entgegenkommenden und nachgehenden Gott, der keines seiner Kinder verlieren und mit allen seinen Geschöpfen feiern will."

Im biblischen Gleichnis gehe es um "ein menschenfreundliches Gottesbild, das im Zentrum unserer Gottesbildergalerien stehen soll" und um eine Einladung zur Umkehr: "Umkehr vom Ich, Mich, Meins zum Du, Wir, unser; vom Konsumieren zum Bewahren; von der selbstgerechten Korrektheit zur Barmherzigkeit, von der Angst vor Zerstörung zum Vertrauen auf den barmherzigen Gott des Lebens, der seine Kinder und Geschöpfe nicht verlieren, sondern retten und bewahren will."

Mitwirkende am Gottesdienst waren neben Petrosyan, Richter und Grünwidl auch der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs, der reformierte Pfarrer Thomas Hennefeld, der orthodoxe Pfarrer Cezar Marksteiner-Ungureanu, Hirte Walter Hessler von der Neuapostolischen Kirche, der altkatholische Pfarrer Hannes Dämon, Majorin Heidi Oppliger von der Heilsarmee und die methodistische Pastorin Antje Klein. Auch die internationale englischsprachige methodistische Gemeinde war am Gottesdienst beteiligt.

Für die TV-Zuseher und die Gläubigen in der Kirche gab es beim Gottesdienst ein Novum: Die Künstlerin Ksenia Lytvynenka verarbeitete live zur Erzählung des biblischen Textes diesen in Zeichnungen.

Die musikalische Begleitung lag bei den Schülern und Lehrenden des Diözesankonservatoriums der Erzdiözese Wien sowie der "CCM Band" unter der Gesamtleitung von Michal Kucharko.

18 ÖRKÖ-Mitgliedskirchen

Dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) gehören 18 Kirchen an: die Altkatholische Kirche, Anglikanische Kirche, Armenisch-apostolische Kirche, Bulgarisch-Orthodoxe Kirche, Evangelische Kirche A.B., Evangelische Kirche H.B., Evangelisch-methodistische Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Serbisch-Orthodoxe Kirche und Syrisch-Orthodoxe Kirche. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, der Bund der Baptistengemeinden, die Indisch-orthodoxe Kirche und die Neuapostolische Kirche sind "Mitglieder mit beratender Stimme". Weitere Institutionen bzw. Organisationen besitzen Beobachterstatus. (Website: www.oekumene.at)
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen