Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Pater Franz Helm
Bild Copyright: © Steyler Missionare

Ordensmann P. Helm ruft zu ökologischem Neuanfang auf

20.09.2026 07:55
Österreich/Umwelt/Dürre/Bibel/Religion/Kirche/Klimaveränderung
Steyler Missionar und Umweltaktivist in Ö1-Sendung "Zwischenruf": "Apokalyptische Warnsignale" müssen erst genommen werden
Wien, 20.09.2026 (KAP) Die christlichen Kirchen sollten die Klimakrise stärker als Auftrag zur Veränderung von Lebensstil und Wirtschaft verstehen. Dafür hat der Steyler Missionar und Umweltaktivist Pater Franz Helm am Sonntag in der Ö1-Sendung "Zwischenruf" plädiert. Anlass ist die derzeitige Schöpfungszeit, die in den christlichen Kirche von Anfang September bis Anfang Oktober begangen wird. Angesichts zunehmender und teils schwer kontrollierbarer Waldbrände sprach Helm von "apokalyptischen Warnsignalen", die ernst genommen werden müssten.

Helm verwies auf die biblische Bedeutung des Begriffs "Apokalypse". Dieser bezeichne eine literarische Gattung, in der die bestehende Weltordnung erschüttert werde und auf deren Ende eine Neuschöpfung folge. Für Menschen, die durch Waldbrände innerhalb weniger Stunden ihre Existenz verlören, sei die Situation bereits "Apocalypse now". Die christliche Deutung der Apokalypse erschöpfe sich für ihn jedoch nicht in Untergangsszenarien. "Biblisch gesprochen ist es auch Neuschöpfung, Hoffnung", sagte der Priester.

Aus Sicht Helms reicht es nicht aus, die Auswirkungen der Klimakrise lediglich regional zu bekämpfen. "Ohne einen echten Neuanfang, ohne wirkliche Umstellung des Lebensstils und Wirtschaftssystems weg von den fossilen Energieträgern" werde die Weltgemeinschaft die Klimakrise und ihre Folgen nicht in den Griff bekommen. Er kritisierte zugleich eine Tendenz zur Abschottung und zu dem Versuch, die Folgen der Krise jeweils individuell zu bewältigen.

Helm verband seinen Appell mit einer persönlichen Glaubensperspektive. Als Christ wolle er "entdecken, wie Gott heute kommt, um alles neu zu schaffen". An dieser Neuschöpfung wolle er mitwirken, auch wenn sie Veränderungen und einen Abschied vom Gewohnten bedeute. Dafür hoffe er auf weitere "Mitstreiterinnen und Mitstreiter", insbesondere unter Menschen, die ihre Motivation dafür aus der Bibel und dem christlichen Glauben schöpften.

Als Beispiele für christliches Engagement nannte Helm Pfarrgemeinden, die Photovoltaikanlagen installieren oder beim Einkauf auf Klimaverträglichkeit achten. Auch die Bibel und kirchliche Lehrschreiben wie die Enzyklika "Laudato si'" von Papst Franziskus gäben Anstöße zu Umkehr und einem veränderten Umgang mit der Schöpfung. Bereits das Alte Testament nehme ökologische und Fragen nachhaltigen Handelns in den Blick.

Kritisch äußerte sich der Steyler Missionar zu Vorbehalten auch innerhalb des Christentums gegenüber ökosozialem Engagement, welches teilweise vorschnell als "links" eingeordnet werde. Helm verwies demgegenüber darauf, dass etwa unter Trockenheit und deren Folgen auch Landwirte litten, die politisch häufig anderen Lagern zugerechnet würden.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen