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KI-Berater des Papstes: Macht neuer Technologien begrenzen

20.09.2026 12:29
Deutschland/Vatikan/Computer und Informationstechnologie/Kirche/Unternehmen/Technologie/Internet
Ordensmann Benanti sieht größte Gefahr in Regulierung der neuen Technik
Berlin, 20.09.2026 (KAP) Paolo Benanti (53), Ordensmann und KI-Berater von Papst Leo XIV., wirbt dafür, neue Technologien einzuhegen. "Es geht wirklich nicht darum, KI zu verurteilen oder zu vergöttern. Sie ist in der Welt", betonte der Franziskaner laut der Nachrichtenagentur KNA in einem Interview der "Welt am Sonntag". Ihm gehe es um die Frage: "Wie viel ist zu viel?", so Benanti. "Wir sind alle Teil des Spiels, aber wir entscheiden nicht über die Spielregeln."

Beispielhaft verwies der Ordensmann auf das Mobiltelefon. "Sie haben vermutlich 1.000 bis 1.500 Euro dafür ausgegeben, für ein hübsches Quadrat aus Aluminium, Silikon und Glas. Die Hardware haben Sie teuer erworben, die gehört Ihnen. Aber nicht die Software. Für die haben Sie nur eine Lizenz", erläuterte Benanti. "Auf diese Weise kann das Unternehmen, das Ihnen die Hardware verkauft hat und weiterhin Eigentümer der Software bleibt, Sie zwingen, Ihr Handy so zu nutzen, wie die Organisation es will. Sie haben darauf absolut keinen Einfluss."

Der KI-Berater des Papstes warnte vor einer Machtverschiebung innerhalb einer bestehenden Ordnung, mit der die demokratischen Institutionen derzeit komplett überfordert seien. "Und hinter der Frage, welche Gesellschaft wir aufbauen wollen, steht ein dickes Fragezeichen. Nicht die Technologie ist das Problem, sondern wie wir sie regulieren", fügte Benanti hinzu. "Mir macht nicht die Künstliche Intelligenz Angst, sondern die natürliche Dummheit. Es sind die Menschen, die sie kontrollieren, die ich fürchte."
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