Bisher längste Reise von Leo XIV. führt von 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru
Vatikanstadt, 21.09.2026 (KAP) Der Vatikan hat am Montag das offizielle Programm für die Lateinamerika-Reise von Papst Leo XIV. im November veröffentlicht. Der gebürtige US-Amerikaner, der auch die peruanische Staatsbürgerschaft besitzt, besucht vom 6. bis 17. November Uruguay, Argentinien und Peru. Alle drei Länderbesuche sind protokollarisch sowohl offizielle Staatsbesuche als auch Pastoralreisen. Der Papst wird die jeweiligen Staatsoberhäupter ebenso treffen wie die Mitglieder der katholischen Kirche am Ort.
Zum Auftakt wird er in Uruguays Hauptstadt Montevideo erwartet, wo er am ersten Reisetag mit Vertretern von Staat, Zivilgesellschaft und der katholischen Kirche des Landes zusammenkommt. Für den 7. November ist eine große öffentliche Messe in Paysandú an der argentinischen Grenze geplant. Am Abend desselben Tages folgt eine Abendandacht mit dem Papst in Montevideos Fußballstadion Estadio Centenario.
Nach einer Messe am Nationalheiligtum der "Virgen de los Treinta y Tres" in Florida, rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt, reist Leo XIV. am 8. November weiter nach Argentinien, wo er auch den wirtschaftsliberalen Präsidenten Javier Milei treffen wird. Die Katholiken im Heimatland seines Vorgängers Franziskus (2013-2025) warten seit mehr als 12 Jahren vergeblich auf einen Papstbesuch.
Besuch im Gefängnis
Vom 9. bis zum 11. November erwarten das Kirchenoberhaupt drei dicht getaktete Tage. In Claypole im Süden des Großraums Buenos Aires besucht er eine kirchliche Einrichtung für Menschen mit Behinderung und aus prekären Verhältnissen. Anschließend feiert er eine Messe in der Hauptstadt am Monumento de los Españoles. Nachmittags spricht er an der Katholischen Universität von Argentinien (UCA) zur Arbeitswelt, bevor er sich mit Vertretern anderer Kirchen und Religionen trifft.
Weitere Höhepunkte seines Argentinien-Aufenthalts sind eine Messe mit Zehntausenden Gästen auf dem Gelände einer Offiziersschule der Luftwaffe in Córdoba sowie eine Gebetswache mit Jugendlichen - wieder am Monumento de los Españoles. Neu ins Programm aufgenommen wurde ein Gefängnisbesuch: bei Häftlingen im "Complejo Penitenciario Federal" in Buenos Aires. Nach der Wallfahrtsmesse vor der Basilika von Luján, dem wichtigsten Marienheiligtum des Landes, reist Leo XIV. am 11. November weiter nach Peru. Dort war er in Chiclayo von 2015 bis 2023 Bischof und zuvor bereits als Ordensmann tätig.
Treffen mit Indigenen
Nach dem Staatsempfang in Lima wird sich der Papst am 12. November mit Zehntausenden Jugendlichen und Studenten im Fußballstadion Estadio Monumental in der Hauptstadt treffen. Mehrere Termine in den Folgetagen finden in seiner "Heimatdiözese" Chiclayo im Norden des Landes statt, darunter eine Freiluftmesse in den Pampas de Pimentel.
Danach weitet sich die Reise nach Cusco in den Anden und ins Amazonasgebiet nach Pucallpa aus, wo ein Treffen mit Vertretern der indigenen Gemeinden geplant ist. Die große Abschlussmesse findet am 16. November in Lima auf dem Luftwaffenstützpunkt Las Palmas statt. Am Morgen des 17. November wird der Papst zurück in Rom erwartet.
Motto und offizielle Logos
Zeitgleich mit dem Reiseprogramm teilte der Vatikan auch die jeweiligen Mottos und Logos der drei Reise-Etappen mit. Die Reise in Uruguay steht unter dem Motto "Ich verkünde euch eine große Freude". Das Logo zeigt den Papst mit der Nationalpatronin, der "Virgen de los Treinta y Tres" sowie eine stilisierte Sonne, ähnlich der auf der Nationalflagge der Republik Uruguay.
Eher abstrakt ist das Logo für Argentinien. Es zeigt eine stilisierte Versammlung von Menschen in unterschiedlichen Himmelblautönen und Größen, die gemeinsam einen Kreis um ein Kreuz bilden. Das Motto lautet: "Alle sind willkommen - geht hin und verkündet"; das kann als Synthese von Kernaussagen des argentinischen Papstes Franziskus (2013-2025) und seines Nachfolgers gedeutet werden.
Knapp und prägnant ist das Motto der fünf Tage in Peru: "Öffnen wir das Herz". Das Logo zeigt Leo XIV. umgeben von Heiligen und Missionaren aus der peruanischen Kirchengeschichte, vor dem Hintergrund der Umrisse der peruanischen Landkarte. Über allem schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube.