Gebet mit rund 1.000 Kindern in den vatikanischen Gärten am 1. Oktober zum Auftakt der diesmal einwöchigen Initiative vor dem Rosenkranzfest
Vatikanstadt, 22.09.2026 (KAP) Mit einem gemeinsamen Rosenkranzgebet mit Hunderten Kindern in den Vatikanischen Gärten eröffnet Papst Leo XIV. am 1. Oktober die diesjährige weltweite Gebetsaktion "Eine Million Kinder beten den Rosenkranz". Das von der päpstlichen Stiftung "Kirche in Not" (ACN) beworbene Projekt steht heuer erstmals eine ganze Woche lang im Zeichen des Gebets für Frieden und Einheit.
Zwischen 700 und 1.000 Kinder aus römischen Schulen und Pfarren werden nach Angaben der Organisatoren um 17 Uhr an der Lourdesgrotte in den Vatikanischen Gärten gemeinsam mit dem Papst beten. Gleichzeitig sind Kinder, Familien, Schulen und kirchliche Gruppen weltweit eingeladen, sich der Aktion anzuschließen. Der Zeitraum reicht vom 1. bis 7. Oktober; Abschluss und Höhepunkt ist das Fest "Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz" am 7. Oktober.
Auch in Österreich werden sich nach Angaben von "Kirche in Not" mehr als 1.000 Kinder beteiligen. Die Initiative richtet sich außer an Kinder auch an Eltern, Lehrkräfte, Priester, Ordensleute und Katecheten, die ebenfalls zum Mitbeten eingeladen sind. Dabei muss nicht der vollständige Rosenkranz gebetet werden; auch ein einzelnes Gesätz kann Teil der "weltweiten Gebetskette" sein.
Die Aktion verbindet nach Angaben der Organisatoren Teilnehmer aus unterschiedlichen Regionen und auch aus Ländern, die von Krieg, Armut oder Instabilität betroffen sind. Im Sudan wollen sich Kinder aus mehreren Pfarren und Schulen beteiligen. Im bolivianischen Amazonasgebiet beten Kinder der indigenen Tsimané-Gemeinschaft den Rosenkranz auf T'siman und Spanisch. Die Veranstalter verweisen als weitere Beispiele auf ein Kindergebet in der Pfarre St. Christopher in Simbabwe oder die Live-Radioübertragung eines Kinder-Rosenkranzgebetes in Paraguay.
Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens
Das Leitwort der diesjährigen Aktion stammt aus der Botschaft der Marienerscheinungen Fatima: "Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren." Kardinal Kurt Koch, Präsident von "Kirche in Not" International und Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, bezeichnete die Jungfrau Maria in seiner Einladung als Vorbild für Glauben, Liebe und Gebet. Das gemeinsame Gebet solle angesichts von Krieg, Gewalt, Verfolgung und Armut ein Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens setzen.
Die Initiative entstand 2005 in Venezuela und wird seit mehr als 20 Jahren von "Kirche in Not" weltweit begleitet. Als Inspiration gilt ein dem heiligen Pater Pio von Pietrelcina zugeschriebener Ausspruch: "Wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, wird sich die Welt verändern." Im Vorjahr wurden laut "Kirche in Not" weltweit mehr als 1,2 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Internetseite registriert.
Weltweite Vernetzung
Die Aktion wird unter anderem gemeinsam mit dem Marienheiligtum von Fatima, dem Weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes und dem Weltapostolat von Fatima organisiert. Heuer beteiligt sich erstmals auch die 2024 vom paneuropäischen Forum der Bruderschaften, dem Dominikanerorden und worldpriest.com ins Leben gerufene Gebetsinitiative Weltrosenkranztag ("World Rosary Day").