Hohe Haftstrafen im Prozess um Oster-Attentate in Sri Lanka
23.09.202614:53
(zuletzt bearbeitet am 23.09.2026 um 14:57 Uhr)
Sri Lanka/Terrorismus/Justiz/Kirche
Serie von islamistischen Terroranschlägen riss zu Ostern 2019 mehr als 260 Menschen in den Tod
Colombo, 23.09.2026 (KAP/KNA) Ein Gericht in Sri Lanka hat den Hauptangeklagten im Prozess um die Osterattentate 2019 zu 260 Jahren Haft verurteilt. Das sei die längste je in dem Land verhängte Haftstrafe, berichteten nationale Medien laut Nachrichtenagentur KNA am Mittwoch. Einen Tag zuvor waren dieser und 14 weitere Angeklagte schuldig gesprochen worden. Die weiteren Verurteilten erhielten Haftstrafen zwischen 200 und 220 Jahren.
Bei den islamistischen Anschlägen auf drei Kirchen und drei Hotels in der Hauptstadt Colombo während der Osterfeierlichkeiten vor sieben Jahren waren mehr als 260 Menschen getötet und rund 500 verletzt worden. Die Hintergründe der Anschläge bleiben auch nach den Urteilen ungeklärt. Vermutet wird etwa eine Verwicklung des Geheimdienstes.
Die Staatsanwaltschaft hatte gegen insgesamt 25 Personen Anklage in 23.270 Punkten erhoben, darunter Verschwörung zu terroristischen Zwecken, Verbindung zu islamistischen Extremisten, Waffen- und Munitionsbesitz sowie Mord. Von denen, die die Anschläge ausführten, wird laut Medienberichten niemand mehr als lebend vermutet.