Von Schweizer Stiftung vergebene Auszeichnung 2027 unter dem Motto "Kirchenbauten als Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts"
Luzern, 24.09.2026 (KAP) Unter dem Motto "Kirchenbauten als Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts" geht der "Herbert Haag Preis 2027" an Persönlichkeiten, die sich für die Öffnung von Kirchenräumen für profane Nutzungen einsetzen. Man wolle mit der diesmaligen Auszeichnung das Bemühen würdigen, "Kirchenräume durch erweiterte Nutzung und Umnutzung vor Verfall, Abriss, Verkauf sowie Privatisierung und Kommerzialisierung zu bewahren und zukunftsfähig auszurichten", teilte die Schweizer "Herbert Haag Stiftung" am Donnerstag mit. Der mit je 10.000 Schweizer Franken dotierte Preis wird am 14. März 2027 in der Luzerner Lukaskirche überreicht.
Geehrt wird der Schweizer Kunsthistoriker Johannes Stückelberger für sein Lebenswerk. Der frühere Dozent für Religions- und Kirchenästhetik an der Universität Bern und emeritierte Titularprofessor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel ist Begründer des Schweizer Kirchenbautages. Dieser findet alle zwei Jahre statt und bringt Fachleute aus Architektur, Theologie, Denkmalpflege und Politik zusammen, um über den Erhalt und die Zukunft von Kirchengebäuden zu diskutieren.
Ein weiterer Herbert-Haag-Preis geht an Karin Berkemann, Stefanie Lieb und Barbara Welzel, die sich führend am Zustandekommen des 2024 veröffentlichten Kirchenmanifests "Kirchen sind Gemeingüter!" beteiligt hätten und damit die Diskussion über den Umgang mit Sakralbauten in Deutschland prägen, so die Stiftung. Einen dritten Preis erhält der MaiHof in der Luzerner Pfarre St. Josef, der sich als "Kirche im Quartier - Räume für Menschen" und lebendiger Begegnungsort für alle Menschen unabhängig von ihrer religiösen oder konfessionellen Zugehörigkeit versteht.
Die Herbert-Haag-Stiftung besteht seit 1985 und hat ihren Sitz in Luzern. Sie wurde nach dem 2001 verstorbenen Bibelwissenschaftler Herbert Haag benannt. (Weitere Informationen: www.herberthaag-stiftung.ch)