Neue Website und Broschüre über Synodalen Prozess in Österreich
24.09.202610:25
Österreich/Kirche/Synode/Bischöfe
Unter www.synodalitaet.at werden alle Informationen zum Stand der Umsetzung des Synodalen Prozesses gesammelt - Umfangreiche Dokumentensammlung und Ansprechpartner - Neuübersetzung des Synoden-Abschlussdokuments an alle Pfarren ergangen - Erzbischof Lackner: Synodalität kann "Gegenmodell zu gesellschaftlicher Polarisierung und Fragmentierung" sein
Wien, 24.09.2026 (KAP) Der 2021 von Papst Franziskus angestoßene weltweite Synodale Prozess geht weiter - auch in Österreich. Über den aktuellen Stand dieses Prozesses und dessen Umsetzung in Österreich informiert die neue Website www.synodalitaet.at. Die inhaltlich vom "Nationalen Synodenteam" verantwortete und vom Medienreferat der Bischofskonferenz umgesetzte Website versteht sich als Informationsplattform für Interessierte, haupt- und ehrenamtliche Multiplikatoren und Gläubige, die nach Möglichkeiten suchen, Synodalität in ihrem pfarrlichen Alltag vor Ort umzusetzen.
Neben einer Zusammenschau der Entwicklung des Synodalen Prozesses und seiner Stationen auf nationaler, kontinentaler und weltkirchlicher Ebene bietet die Seite unter "Synodalität konkret" Anregungen zur Umsetzung von Synodalität auf verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens und eine Liste an Kontakten zum "Nationalen Synodenteam" und den diözesanen Ansprechpersonen. Bei Fragen kann man sich außerdem an die Mailadresse synodenteam@bischofskonferenz.at wenden.
Der Bereich der Konkretisierungen erläutert etwa den Ablauf des "Gesprächs im Geist" als Methode zur "Einübung einer neuen Form der Kommunikation in der Kirche", wie es auf der Website heißt. Außerdem bietet die Rubrik zehn Anregungen und mögliche Umsetzungsbereiche - orientiert an Anregungen des Dokuments "Auf dem Weg zu den Versammlungen 2027-2028" sowie drei "best practise"-Beispiele und Handreichungen aus den Diözesen. Der Bereich sei zum "Austausch der Gaben und als Ermutigung für gelebte Synodalität" gedacht und werde laufend ergänzt, heißt es.
Umfangreich stellt sich zudem ein eigener Download-Bereich dar, der Dokumente des gesamten, inzwischen fünf Jahre andauernden Prozesses enthält. Diese können über verschiedene Such- und Filterfunktionen erschlossen oder nach der Logik der vier Etappen (Diözesane und nationale Etappe, Kontinentale Etappe, Weltkirchliche Etappe, Umsetzungsphase) strukturiert werden. Unter www.synodalitaet.at/kontakt#newsletter kann man sich außerdem zu einem Newsletter anmelden, mit dem das Synodenteam in unregelmäßigen Abständen über Neuigkeiten informiert, wie es heißt.
Neuübersetzung des Abschlussdokuments zur Weltsynode
In einer Neuübersetzung ist in diesen Tagen zudem das Abschlussdokument zur Weltsynode 2024 erschienen. Das Dokument, das von Papst Franziskus im November als Teil des ordentlichen Lehramtes bestätigt wurde, wurde unter Federführung des Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, der auch dem Nationalen Synodenteam vorsteht, neu übersetzt. Erschienen ist es nun als Band 16 in der Schriftenreihe "Die Österreichischen Bischöfe". Es kann sowohl über die neue Website www.synodalitaet.at als auch über die Website der Österreichischen Bischofskonferenz (www.bischofskonferenz.at/publikationen/schriftenreihe) heruntergeladen werden.
Darüber hinaus ist es in gedruckter Form an alle Pfarren in Österreich ergangen - verbunden mit der Bitte um Rezeption. Man bitte "alle Pfarrgemeinderäte, Gemeinschaften, Bewegungen und diözesanen Gremien, sich mit dem vorliegenden Dokument zu befassen und zur Umsetzung beizutragen", heißt es entsprechend im Geleitwort von Erzbischof Lackner. Synodalität sei schließlich "kein Selbstzweck und keine reine Innenschau"; vielmehr sei "ein achtsames Aufeinander-Hören und das kollektive Hören auf Gott" die Voraussetzungen, "um diese Mission glaubwürdig zu leben und eine "Kultur des geschwisterlichen Suchens" zu entwickeln. Wo dies gelinge, könne Synodalität auch zu einem "klaren Gegenmodell zu gesellschaftlicher Polarisierung und Fragmentierung" werden.
Die Neuübersetzung bietet neben dem Basistext des Dokuments zwei Hilfestellungen: Zum einen wird zu jedem Absatz eine kurze "Lesehilfe" in Form von Zusammenfassungen und Fragen als Anregungen in der Randspalte geboten; zum anderen enthält die Publikation eine Anleitung für das "Gespräch im Geist". Dieses habe sich schließlich im Laufe des Prozesses als "unverzichtbarer Kern des gemeinsamen synodalen Unterwegsseins" erwiesen und könne auch für Gruppen, die sich gemeinsam mit dem Text des Abschlussdokuments beschäftigen wollen, eine Hilfe sein, so Erzbischof Lackner. (Infos: www.synodalitaet.at)