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(v.l.) Sr. Angelika Garstenauer, Sr. Mag.a Sonja Dolesch, Mag. Elisabeth Binder und Sr. Franziska Bruckner
Bild Copyright: © Ludwig Pullirsch

Ordens-Schulverein verstärkt franziskanische Friedenspädagogik

24.09.2026 16:17
Österreich/Kirche/Schule/Bildung/Gewalt/Religionsdialog/Orden
Verein für Franziskanische Bildung (VfFB): Respektvoller und konstruktiver Umgang im Vordergrund - Friedenspädagogik verdeutlicht Tugenden des heiligen Franziskus im Alltag
Linz, 24.09.2026 (KAP) Friedenspädagogik soll nach dem Verein für Franziskanische Bildung (VfFB) noch stärker im Bildungsangebot der eigenen Schulen inkludiert sein: Das hat der Trägerverein am Donnerstag in einer Presseaussendung anlässlich des nahenden 800. Todestags des heiligen Franz von Assisi am 3. Oktober bekanntgegeben. Seinem Bildungsauftrag entsprechend setzt der Trägerverein von rund fünfzig Schulen auf Ansätze wie gewaltfreie Kommunikation oder kontrollierten Umgang mit Gefühlen. Nach den Worten von VfFB-Vorstandsvorsitzender Sonja Dolesch habe Franziskus vorgelebt, dass Geschwisterlichkeit nicht bei den Worten stehenbleibt, "sondern im konkreten Umgang miteinander sichtbar wird".

Konkret versteht man unter franziskanischer Friedenspädagogik ein erziehungswissenschaftliches Konzept, das Kompetenzen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten vermitteln will. Diese Kompetenzen umfassen etwa gesellschaftliche Teilhabe oder eine sachliche Diskussionskultur. Laut VfFB-Pastoralreferentin Vera Ronai knüpft diese Pädagogik "unmittelbar an die zentralen franziskanischen Werte an". Im Schuljahr 2025/26 haben sich die Schulleitungen des VfFB bei einem Vernetzungstreffen bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Bereits gelebt werden friedenspädagogische Ansätze in vielen Einrichtungen des Vereins. So hat sich etwa das Lehrkollegium des Welser ORG bereits mit gewaltfreier Kommunikation auseinandergesetzt, während in der HLA Graz-Eggenberg im Rahmen des "Cooperativen Offenen Lernens" (COOL) die Tradition des Klassenrates gelebt wird. In diesem Sinne gilt es nach VfFB-Geschäftsführerin Elisabeth Binder, "vorhandene gute Praxis sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und friedenspädagogische Ansätze noch stärker im Alltag unserer Einrichtungen zu verankern".

Der Verein für Franziskanische Bildung ist mit rund fünfzig Bildungseinrichtungen und etwa 7.000 Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen Österreichs zweitgrößter Träger von Ordensbildungseinrichtungen. Die 2019 von franziskanischen Frauenorden gegründete Non-Profit-Organisation trägt einen kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag, der bis zu den Ordensgründern zurückreicht.
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