Hilfsorganisation sammelt Erfahrungsberichte von pflegebedürftigen Menschen und pflegenden Angehörigen - Ziel ist Austausch und Vorschläge für Verbesserungen
Wien, 24.09.2026 (KAP) Im Rahmen der Aktion "Diakonie hört hin" bittet die evangelische Hilfsorganisation um Erfahrungsberichte von pflegenden Angehörigen sowie auch von pflegebedürftigen Menschen. Im Fokus stehen dabei Fragen zu fehlender Unterstützung, Tipps für Menschen mit neuen Pflegeaufgaben oder was sich an der österreichischen Pflegesituation am dringendsten ändern muss, heißt es auf einem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf der Diakonie.
Pflege betrifft viele Leute in Österreich, weist die Hilfsorganisation hin. Nach Zahlen der Statistik Austria nahmen im letzten Jahr durchschnittlich eine halbe Million Menschen Pflegegeld in Anspruch. Dazu kommen noch fast eine Million Menschen, die nach Schätzungen des Sozialministeriums ihre Angehörigen betreuen.
Die Diakonie möchte mit ihrem Aufruf "menschliche Erfahrungen sichtbar machen". Diese sollten wiederum in den gesellschaftlichen Diskurs eingebracht werden, um damit Bewusstsein zu schaffen für die derzeitigen Umstände und auch Sensibilität dafür, welche Veränderungen notwendig sind. Der Appell ergeht nicht nur an Angehörige, sondern auch explizit an Personen mit Demenz oder sonstigen Pflegebedarf.
Die Initiatoren versprechen, dass jede eingeschickte Geschichte gelesen wird. Ausgewählte Erfahrungen sollen anschließend zum Zweck des gesellschaftlichen Diskurses gekürzt und für die Lesbarkeit redigiert veröffentlicht werden. Wer bereit ist seine Geschichte zu teilen, kann dies entweder unter pflegegeschichten@diakonie.at oder per Formular auf https://www.diakonie.at/die-diakonie-hoert-hin tun.