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KI bereitet dem Papst keine schlaflosen Nächte

28.09.2026 22:26
Vatikan/Papst/Computer und Informationstechnologie/Informationstechnologie/KI
Leo XIV. hält die Risiken Künstlicher Intelligenz aber für ernst und ruft Politik, Entwickler und Gesellschaft zum gemeinsamen Dialog auf
Rom, 28.09.2026 (KAP) Der Fortschritt Künstlicher Intelligenz (KI) bereitet Papst Leo XIV. keine schlaflosen Nächte. Zugleich plädiert er für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie. "Wenn mich jemand fragen würde, ob ich in Panik bin? Nein, das bin ich nicht", sagte Leo XIV. bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug von Metz nach Rom am Montagabend. "Ich schlafe nachts ruhig", so der Papst, der sein erstes großes Lehrschreiben unter anderem den Risiken von KI gewidmet hat.

Allerdings müssten die Bedenken, die von vielen Experten und Spezialisten im Bereich KI geäußert werden, ernst genommen werden. Er kritisierte KI-Entwickler, die sich gegen staatliche Regulierung aussprechen. "Das ist ein Problem, über das wir uns meiner Meinung nach zusammensetzen und reden müssen."

Leo XIV. plädierte dafür, dass politische Entscheidungsträger, führende Köpfe der KI-Branche sowie soziale Organisationen und Verbände weiterhin zusammenkommen und gemeinsam zu dem Thema beraten. Einfach zu sagen: 'Ach, das wird schon nicht passieren', und die Augen davor zu verschließen, sei wahrscheinlich nicht die verantwortungsvollste Herangehensweise, so der Papst. Es müsse sichergestellt werden, "dass KI nicht an einen Punkt gelangt, an dem sie die Menschheit zerstören oder aus dem Diskurs verdrängen könnte".

Im Mai hatte Leo XIV. seine erste Enzyklika "Magnifica humanitas" zu dem Thema persönlich im Vatikan vorgestellt. Seitdem habe es viele Anfragen von Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Fachgebieten gegeben, erzählte der Papst nun. Deshalb fördere der Vatikan weiter den Dialog und die Forschung. Er sei relativ optimistisch, weil es genug interessierte Menschen gebe, die das Thema auch jenseits der Fragen nach Macht betrachten. "Aber wir müssen weiter daran arbeiten. Wir können uns nicht einfach zurücklehnen und so tun, als würde nichts passieren."
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