Leo XIV. bei "fliegender Pressekonferenz" nach Frankreich-Besuch: Sehe Probleme der Kirche in Deutschland, gibt aber auch dort "sehr viele Menschen, die ihren christlichen Glauben leben und feiern wollen"
Rom, 28.09.2026 (KAP) Papst Leo XIV. traut den Kirchen in Deutschland trotz ihrer derzeitigen Krise eine positive Entwicklung zu. Bei der "fliegenden Pressekonferenz" von Metz nach Rom am Montagabend antwortete der Papst auf eine entsprechende Journalistenfrage, er teile nicht die Ansicht, dass die Kirche in Deutschland auf dem Weg des Absterbens sei. Leo XIV. verwies auf die katholische Kirche in Frankreich, die viele bereits abgeschrieben hätten, die sich aber in den letzten vier Tagen bei seinem Besuch ganz anders gezeigt habe.
Für Deutschland zeigte er sich überzeugt, dass es auch dort "sehr viele Menschen gebe, die ihren christlichen Glauben leben und feiern wollen". Dafür müsse die Kirche den richtigen missionarischen Geist finden. Er sei daher optimistisch, obwohl er die vorhandenen Probleme sehe und erkenne.
Es gebe eine Krise, die nicht nur die katholische Kirche, sondern auch die protestantischen Kirchen hart getroffen habe. Sie treffe auch die Gesellschaft in Deutschland insgesamt. Der Papst betonte, er wolle mit dem Leitungspersonal der Kirche in Deutschland gemeinsam Wege suchen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Einen Termin für eine Deutschlandreise gebe es jedoch noch nicht. Außer dem Weltjugendtag in Korea gebe es für 2027 noch keine festen Termine in seinem Reisekalender.
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