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Antwerpener Bischof vertraut bei "viri probati" auf den Papst

29.09.2026 11:15
Belgien/Kirche/Religion/Papst
Bischof Bonny hält angesichts des Priestermangels eine baldige Regelung für verheiratete Männer für nötig
Freiburg/Antwerpen, 29.09.2026 (KAP/KNA) Der belgische Bischof Johan Bonny sieht sich in seiner Forderung nach der Priesterweihe verheirateter Männer durch den Papst und dessen Art der Amtsführung bestärkt. "Mein Vertrauen gründet auf Leo XIV. und seine Art, wie er das Amt als Brückenbauer ausübt. Wie ein guter Vater weiß er, was seine Kinder brauchen, und das ist nicht überall oder für alle dasselbe", sagte der Bischof von Antwerpen im Interview für die "Herder Korrespondenz" (Oktober-Ausgabe), wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) meldet.

Er vertraue darauf, dass bis zum Ende des Synodenprozesses im Herbst 2028 eine angemessene Regelung gefunden werden könne, ergänzte Bonny. "Es wäre ein verhängnisvoller Schlag für die Glaubwürdigkeit und die Umsetzung des gesamten Synodenprozesses, wenn bis dahin keine Regelung zustande käme."

"Wir stehen nicht alleine da"

Bonny hatte im September gegenüber belgischen Medien erklärt, erste verheiratete Männer würden in Belgien auf eine für das Jahr 2028 geplante Priesterweihe vorbereitet. Parallel würden zwei Kardinäle in seinem Namen das Gespräch mit Papst Leo XIV. über das Thema suchen. Zuvor sei er im Juni auf eigene Initiative nach Rom gereist, um die Situation darzulegen.

Er wolle keine öffentliche Kampagne führen; "aber als Bischof muss ich eine Antwort auf den akuten Priestermangel in unserem Bistum geben können", sagte Bonny der "Herder Korrespondenz". Er sieht sich durch Bischöfe anderer Länder und Kontinente bestätigt. Diese hätten ihm von derselben Not berichtet und befürworteten dieselbe Lösung. "Wir stehen nicht alleine da; Verzweiflung und Angst sind keine guten Ratgeber."

Unterstützung von Bischofskonferenz

Nach Bonnys Angaben sind nicht alle belgischen Diözesen gleichermaßen vom Priestermangel betroffen, weil in französischsprachigen Diözesen viele französischsprachige, meist afrikanische Priester tätig seien. In den niederländischsprachigen und flämischen Diözesen gebe es dagegen aufgrund des Sprachproblems einen gravierenden Priestermangel. Die Zahl der inländischen Berufungen bewege sich "gerade so über dem Nullpunkt".

Bonny berichtete: "Vor meinem Besuch bei beiden Dikasterien in Rom überreichte mir der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz einen Brief, in dem die Bischofskonferenz mein Anliegen unterstützt und Rom bittet, die mögliche Weihe von 'viri probati' ernst zu nehmen."
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