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Indien: Bischof ruft nach neuer Gewalt in Manipur zu Frieden auf

29.09.2026 16:36
Indien/Konflikte/Religion/Extremismus
Serie von Brandanschlägen in der Region Makui
Neu-Delhi, 29.09.2026 (KAP) Nach einer neuen Welle der Gewalt im anhaltenden ethnisch-religiösen Konflikt im nordostindischen Bundesstaat Manipur hat der Vorsitzende des Regionalen katholischen Bischofsrates, Victor Lyngdoh, einmal mehr eindringlich zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. Der Erzbischof von Shillong beklagte Gewalt, Vertreibung und das Leid der Menschen in der ungelösten Krise, bei der bereits zahlreiche Menschen ihr Leben verloren hätten. "Tausende Familien wurden zerrüttet und aus ihrer Heimat vertrieben", auch seien etliche Gotteshäuser niedergebrannt worden, so Lyngdoh nach Angaben der Nachrichtenportale "AsiaNews" und "Vatican News" (Dienstag).

An dem seit mehreren Jahren immer wieder ausbrechenden Konflikt zwischen mehreren Volksgruppen sind einerseits die hinduistischen Meitei und die christlichen Kuki beteiligt. Zudem eskalierte heuer auch die Gewalt zwischen den Kuki und den ebenfalls christlichen Naga.

Bei der jüngsten rund zwölfstündigen Serie von Brandanschlägen, die sich am 23. und 24. September ereignete, wurden Medienberichten zufolge in der Region Makui im Distrikt Kangpokpi mindestens 41 Häuser von Angehörigen der Naga-Gemeinschaft sowie mehrere Kirchen zerstört. Nach Angaben örtlicher Vertreter und Dorfgemeinschaften sollen bewaffnete Kuki-Militante für die Angriffe verantwortlich sein.

Bei den Bränden wurden nach Angaben der staatlichen Sicherheitskräfte keine Todesopfer gemeldet. Frühzeitige Warnungen hätten es Hunderten Familien ermöglicht, in die umliegenden Wälder zu fliehen. Für die Vertriebenen bleibt die Lage jedoch prekär. In den provisorischen Aufnahmelagern fehlt es laut AsiaNews für Hunderte Frauen, Kinder und ältere Menschen an Grundgütern, Notunterkünften und Lebensmitteln. Erzbischof Lyngdoh bezeichnete das Leid der Bevölkerung als "Wunde in unserem kollektiven Gewissen". Man könne nicht schweigen, während Hass das soziale Gefüge der Region zerreiße.
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