OÖ: Bildungshaus Schloss Puchberg wird generalsaniert
29.09.202617:56
Österreich/Kirche/Bildung/Architektur/Sanierung
Generalsanierung des 1595 erbauten Renaissanceschlosses und größten kirchlichen Bildungshauses Österreichs in drei Etappen bis 2031
Linz, 29.09.2026 (KAP) Das Bildungshaus Schloss Puchberg der Diözese Linz wird in den kommenden Jahren generalsaniert. Die Arbeiten erfolgen bis 2031 in drei Etappen bei laufendem Seminarbetrieb. Am Dienstag erfolgte der Spatenstich u. a. mit Bischof Manfred Scheuer und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Bildungslandesrätin Christine Haberlander für einen rund 1.140 Quadratmeter großen Zubau, in dem künftig Küche und Speisesaal untergebracht werden. Die Kosten für die erste Bauetappe belaufen sich auf rund 6,7 Millionen Euro und werden vor allem von der Diözese Linz und dem Land Oberösterreich getragen. Bauherren sind die Diözesane Immobilienstiftung als Grundeigentümerin sowie das Bildungshaus Schloss Puchberg als Pächter.
"Der Umbau schafft die Voraussetzungen dafür, dass Puchberg auch in Zukunft ein offenes und einladendes Haus für viele Menschen sein kann", betonte der Bischof im Rahmen des Spatenstichs. Ein Bildungshaus sei mehr als ein Gebäude, sondern ein "lebendiger Ort der Begegnung, des Lernens, der persönlichen intellektuellen, kreativen und spirituellen Auseinandersetzung". Puchberg stehe seit Jahrzehnten für einen Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft.
Bei der Planung des neuen Gebäudes wurde auf Umwelt- und Klimaverträglichkeit geachtet. "So entwickeln wir schöpfungsverantwortlich weiter, was in den vergangenen 73 Jahren in dem Bildungshaus so wunderbar gewachsen ist", betonte Bildungshaus-Leiter Christoph Burgstaller über die Weiterentwicklung des Hauses. Auch Landesrätin Haberlander verwies auf die Bedeutung des Bildungshauses als Ort der Bildung und Begegnung. Mit der Neugestaltung entstünden zeitgemäße Rahmenbedingungen für die Menschen, die in Puchberg lernen, arbeiten und miteinander ins Gespräch kommen, erklärte sie.
Weitere Etappen bis 2031
Bereits im Jahr 2015 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den das Projekt des Büros Architektinnen Schremmer-Jell ZT GmbH aus Linz für sich entscheiden konnte. In den beiden kommenden Bauetappen von 2028 bis 2031 sind unter anderem die Neugestaltung der Rezeption, die Verlegung von Büroräumen, die Generalsanierung des Personalhauses und der bestehenden Gästezimmer sowie die Errichtung weiterer Gästezimmer vorgesehen. Die derzeitige Küche, die unmittelbar an das Schloss angebaut ist, soll abgerissen werden.
Das Bildungshaus Schloss Puchberg im Norden von Wels wird seit 1953 als Bildungseinrichtung der Diözese Linz mit Seminar- und Beherbergungsbetrieb genutzt. Im Jahr 2025 wurden bei den 1.798 Veranstaltungen 57.114 Besucherinnen und Besucher gezählt. Laut Betreibern ist Puchberg gemessen an der Zahl der Kursteilnehmenden und der Bildungsangebote das größte kirchliche Bildungshaus Österreichs. Das Renaissanceschloss wurde ab 1595 erbaut und zuletzt 2002 erweitert.