Appell an Parteien, Weg des Dialogs zu wählen - Kämpfe zwischen "Volksbefreiungsfront" von Tigray und Zentralregierung wieder aufgeflammt
Vatikanstadt, 30.09.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat mit Blick auf die neu entflammten Kämpfe im Norden Äthiopiens an die Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft appelliert. "Mit großer Sorge verfolge ich die Lage in Tigray und in den angrenzenden Regionen Afar und Amhara, wo erneut Feindseligkeiten ausgebrochen sind", sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. "Ich richte meinen herzlichen Appell an alle Parteien, den Weg des Dialogs zu wählen."
Bewaffnete Konflikte lösten niemals Probleme, "sondern verschlimmern sie nur und hinterlassen eine Spur aus Tod, Zerstörung und Groll", so der Papst. "Nur ein aufrichtiges Engagement kann die Grundlage für einen dauerhaften Frieden schaffen." Die internationale Gemeinschaft forderte er auf, "großzügig und rechtzeitig" dazu beizutragen, dass alle humanitären Hilfsleistungen den Bedürftigen zugutekommen.
Aktuell sind im Norden Äthiopiens die Kämpfe zwischen der "Volksbefreiungsfront" von Tigray und der Zentralregierung wieder aufgeflammt. Damit ist das ohnehin fragile Friedensabkommen von 2022 gefährdet. Beobachter äußern die Sorge, dass sich der Konflikt ausweiten könnte in die Nachbarländer Eritrea und Sudan.