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ORF zeigt neue TV-Doku zum "Schatz von Assisi"

05.10.2026 13:32
Österreich/Italien/Film/Geschichte/Religion/Orden/ORF
"kreuz & quer"-Dokumentation am Dienstag um 23.05 Uhr auf ORF 2 und via ORF ON zu sehen - Film verbindet Restaurierung der Fresken der Basilika von Assisi mit Biografie und Spiritualität des heiligen Franziskus
Wien, 05.10.2026 (KAP) Die Restaurierung der beim Erdbeben von 1997 schwer beschädigten Fresken der Basilika von Assisi steht im Mittelpunkt einer neuen "kreuz & quer"-Dokumentation des ORF. "Der Schatz von Assisi" schildert die Arbeit der Restauratorinnen und Restauratoren, die rund 300.000 Fragmente der mittelalterlichen Wandmalereien wieder zusammensetzten. Der Film wird anlässlich des 800. Todestages des 1226 verstorbenen Ordensgründer und wohl bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche am Dienstag, 6. Oktober, um 23.05 Uhr auf ORF 2 und ORF ON ausgestrahlt.

Die Dokumentation begleitet die Restaurierung und zeigt auch die digitale Rekonstruktion verblasster Farben und Details. Die Arbeiten dauerten fast 20 Jahre. Nicht alle Schäden sind auf das Erdbeben zurückzuführen: Auch Alterung und die Auswirkungen von Millionen Pilgerinnen und Pilgern haben die Fresken beeinträchtigt.

Die Dokumentation verbindet laut ORF-Aussendung die Geschichte der Restaurierung mit der Biografie und Spiritualität des heiligen Franziskus. Der Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers gab seinen bisherigen Lebensstil auf und entschied sich für ein Leben in Armut. Seine Bewegung verbreitete sich noch zu seinen Lebzeiten in Europa. Zwei Jahre nach seinem Tod wurde Franziskus heiliggesprochen. Auch Klara von Assisi, die den Orden der Klarissen gründete, ist Thema der Dokumentation, die nach der historischen und spirituellen Bedeutung der beiden Ordensgründer und ihrem bis heute wirksamen Einfluss fragt.

"Der Schatz von Assisi" ist eine österreichisch-deutsch-italienische Koproduktion von Media Mediterranea, Lichtblick Film und Navigator Film mit ZDF und ORF sowie in Zusammenarbeit mit ARTE und RAI Cultura.

Franziskus-Jahr zum 800. Todestag

Als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers verzichtete der in Assisi geborene Giovanni di Pietro di Bernardone auf Besitz und gesellschaftliche Anerkennung, lebte als Bettler und kümmerte sich um Kranke und Aussätzige. 1219 suchte er während des Kreuzzugs die Begegnung mit dem muslimischen Sultan al-Kamil. Seine Bewegung wuchs rasch und wurde Teil der katholischen Kirche. Der "Sonnengesang", den Franziskus gegen Ende seines Lebens verfasste, gehört zu den bekanntesten Texten der christlichen Spiritualität. Am Abend des 3. Oktober 1226 starb er im Alter von etwa 44 Jahren.

In der katholischen Kirche weltweit läuft seit 10. Jänner ein "Franziskus-Jahr". Auf Geheiß von Papst Leo XIV., der Assisi im August zu einem Jugendtreffen besucht hat, können Gläubige unter bestimmten Bedingungen durch den Besuch einer franziskanischen Kirche oder eines mit Franz von Assisi verbundenen Ortes einen vollkommenen Ablass erlangen. Für Kranke und Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen können, gelten besondere Bestimmungen.
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