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Dermatologe Stingl erhält Kardinal-Innitzer-Preis 2026

09.10.2026 07:55
Österreich/Wissenschaft/Kirche/Forschung/Medizin/Naturwissenschaft/Medien
Erzbischof Grünwidl überreicht Wissenschafts-Ehrung am 21. November bei Festveranstaltung im Wiener Erzbischöflichen Palais - Würdigungspreise des Innitzer-Studienfonds für Historiker Schmitt, Wasserbau-Experte Habersack und APA-Science-Leiterin Yadlapalli
Wien, 09.10.2026 (KAP) Der Kardinal-Innitzer-Preis 2026 geht an den emeritierten Universitätsprofessor für Dermatologie an der Medizinischen Universität Wien Georg Stingl. Die Ehrung erfolgt durch Erzbischof Josef Grünwidl am 21. November im Festsaal des Wiener Erzbischöflichen Palais. Im Rahmen der Festveranstaltung vergibt der Kardinal-Innitzer-Studienfonds auch Würdigungs- und Förderpreise an namhafte bzw. vielversprechende Forscherpersönlichkeiten. Die Erzdiözese Wien ehrt mit der nach Theodor Innitzer, dem Erzbischof der Jahre 1932 bis 1955, benannten Auszeichnung alljährlich wissenschaftliche Spitzenleistungen in Geistes- und Naturwissenschaften sowie in der Publizistik. Der Preis gilt als eine der renommiertesten wissenschaftlichen Ehrungen des Landes.

Georg Stingl (77) war von 1992 bis 2016 Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie in Wien und ist wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Zu seinen wissenschaftlichen Leistungen zählt insbesondere die Erforschung der immunologischen Funktion der epidermalen Langerhanszellen. Er war zudem an der Gründung des Forschungszentrums für Molekulare Medizin (CeMM) der ÖAW beteiligt und von 2011 bis 2013 Präsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie.

Stingl veröffentlichte mehr als 400 wissenschaftliche Arbeiten und erhielt 2016 das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und ist seit 2023 Ehrenmitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien. 2013 wurde Stingl als erster Österreicher in das US-amerikanische Institute of Medicine, die heutige National Academy of Medicine, gewählt.

Mit den Kardinal-Innitzer-Würdigungspreisen werden heuer der Historiker Oliver Jens Schmitt, der Universitätsprofessor für Wasserbau Helmut Habersack und die Publizistin und Leiterin von APA-Science Lena Yadlapalli ausgezeichnet. Schmitt erhält den Preis im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Rechtswissenschaften, Habersack in den Naturwissenschaften und der Medizin, Yadlapalli für den Bereich "Wissenschaftlich fundierte Publizistik".

Die Kardinal-Innitzer-Förderpreise für wissenschaftlich besonders vielversprechende Nachwuchskräfte gehen 2026 an Stephanie Höllinger (Universität Mainz), Eric Burton (Universität Innsbruck), Sandra Müller (Technische Universität Wien), Laerte Patera (Universität Innsbruck), Victoria Klang (Medizinische Universität Wien), Ivan Lechner (Medizinische Universität Innsbruck) und Daniela Glätzle-Rützler (Universität Innsbruck).

Der Kardinal-Innitzer-Studienfonds wurde 1962 zur Förderung der Wissenschaft in Österreich gegründet. Benannt nach Kardinal Theodor Innitzer (1875-1955), vergibt er jährlich Preise für herausragende Leistungen in Theologie, Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften sowie in der Publizistik. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

(Website Kardinal-Innitzer-Studienfonds: www.kardinal-innitzer-fonds.at)
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