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Katholischer Familienverband: Peter Mender bleibt Präsident

11.10.2026 14:11
Österreich/Kirche/Familie/Soziales/Politik/Personal
Mender und Vizepräsidentinnen Tscheppe und Brehm-Cernelic für weitere dreijährige Funktionsperiode wiedergewählt - Portele folgt auf Fruhwürth
Linz, 11.10.2026 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreichs hat bei seiner Jahreshauptversammlung in Linz seine neue Leitung gewählt und die Schwerpunkte für die kommende dreijährige Funktionsperiode festgelegt. Peter Mender wurde am Samstag in Linz einstimmig als Präsident wiedergewählt. Zu den Schwerpunkten der nächsten Jahre zählen laut einer Aussendung am Sonntag der Erhalt des Familienbonus Plus, die Valorisierung der Familienleistungen sowie die Förderung von Bildung und Lesekompetenz. "Bis 2030 soll es allen möglich sein, sich ohne ideelle, strukturelle und finanzielle Benachteiligung für Familie zu entscheiden", so das erklärte Ziel.

Unterstützt wird Mender von den Vizepräsidentinnen Judith Tscheppe und Britta Brehm-Cernelic. Neu im Präsidium ist Steuerberaterin Martina Portele, die auf Barbara Fruhwürth folgt. Diese zieht sich nach 16 Jahren familienpolitischen Engagements, u. a. als Vorsitzende des Wiener Familienverbandes und Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes Österreichs, zurück.

Neuer geistlicher Beirat ist Ernst Wageneder, Theologe und Priester, der in der Erzdiözese Salzburg für Pastoralinnovation zuständig ist. Er folgt auf Gerhard Viehhauser. Das Budget des Verbandes verwaltet weiterhin Steuerberaterin Andrea Kromer. Bildungsexpertin Andrea Kahl wird weiterhin den Schularbeitskreis leiten. Verstärkt wird sie künftig von Vizepräsidentin Britta Brehm-Cernelic, einer angehenden Religionslehrerin.

"Die Herausforderungen für Familien werden größer. Deshalb setzen wir uns auch in den nächsten drei Jahren mit voller Kraft für die Anliegen aller Familien ein", erklärte Mender in der Aussendung. Ein bleibendes Thema der nächsten Funktionsperiode ist der Familienbonus Plus, dessen Abschaffung immer wieder gefordert wird. "Der Familienbonus stellt sicher, dass das Existenzminimum der Kinder steuerfrei bleibt. Fällt er weg, bleibt Familien weniger von ihrem Einkommen", so Mender. Ebenso setze er sich mit seinem Team weiter für die Valorisierung der Familienleistungen ein.

Bildung und digitale Medien

Handlungsbedarf sieht der Verband auch bei Bildung und digitalen Medien. "Unser Bildungssystem steht vor großen Herausforderungen." Für 2027 plant der Familienverband einen Jahresschwerpunkt zum Thema Lesen und Leseförderung. "Freude am Lesen, Zeit miteinander und bessere Bildungschancen für Kinder: Dazu haben wir einiges vor", erklärte Mender.

Mender zog auch eine positive Bilanz der vergangenen drei Jahre: In dieser Zeit habe der Verband das Programm "Familienpolitik konkret" mit 77 Vorschlägen erarbeitet und knapp 18.000 Unterschriften gegen die Aussetzung der Valorisierung der Familienleistungen gesammelt. Auch einige Forderungen des Verbandes fanden Gehör. Die Teilung des Familienbonus Plus greift erst ab dem vierten Geburtstag des jüngsten Kindes; zudem sind Familien mit Kindern mit Behinderungen von der Regelung ausgenommen. Auch ein Handyverbot an Volksschulen, das der Verband gefordert hatte, ist im Mai 2025 in Kraft getreten.
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