Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Jungfamilientreffen im Stift Kremsmünster
Bild Copyright: © Franz Schoeffmann

"Amoris laetitia"-Treffen: Familien machen Glauben im Alltag sichtbar

13.10.2026 15:31
Vatikan/Kirche/Familie/Konferenzen/Bischöfe
Im Vatikan versammelte Bischofskonferenz-Vorsitzende, Familienseelsorge-Fachleute und Paaren und Familien aus mehreren Ländern berieten zum Abschluss von einwöchiger Versammlung über christliche Familien als Träger der kirchlichen Mission
Vatikanstadt, 13.10.2026 (KAP) Mit Beratungen über die Frage, wie christliche Familien selbst zu Trägern der kirchlichen Mission werden können, ist am Dienstag im Vatikan die Arbeitsphase des einwöchigen internationalen Bischofstreffens zur Ehe- und Familienseelsorge abgeschlossen worden. Zum Zehn-Jahr-Jubiläum des Texts "Amoris laetitia" (Freude der Liebe) von Papst Franziskus (2013-2025) berieten seit 7. Oktober die Vorsitzenden der 115 Bischofskonferenzen weltweit, die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen gemeinsam mit Paaren und Familien aus mehreren Ländern sowie Expertinnen und Experten in der vatikanischen Audienzhalle. Für Mittwoch ist ein Schlussgottesdienst auf dem Petersplatz mit Kardinaldekan Luis Antonio Tagle geplant.

Véronique Lonchamp, Nationaldelegierte für Familienpastoral der Französischen Bischofskonferenz, betonte in ihrem Impuls bei dem Treffen am Dienstag, dass Familien den Glauben im Alltag sichtbar machen, berichtete das Portal "Vatican News". Der Beitrag der Familien zur kirchlichen Mission bestehe nicht in erster Linie in konkreten Aktivitäten, sondern in ihrer Lebensweise: im Zuhören, Verzeihen, in Geduld und gegenseitiger Fürsorge, im Umgang mit Konflikten und in der Begleitung der Schwächsten. So werde der Glaube im Alltag sichtbar, und zwar auch in Familien, deren Lebenssituation nicht vollständig dem christlichen Ideal der Ehe entspreche. Keine Familie sei perfekt; jede könne sich von Gottes Wirken verändern lassen.

Familien wirkten zudem weit über das eigene Zuhause hinaus: etwa durch ihr Engagement in Schulen, am Arbeitsplatz, für ältere und einsame Menschen oder für den Schutz der Schöpfung. Lonchamp verwies auch darauf, dass die Glaubensweitergabe in beide Richtungen verlaufen könne: Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die den Glauben neu entdeckten, könnten ihrerseits andere Familienmitglieder inspirieren. Für die Kirche bedeute das, die Erfahrungen der Familien nicht nur für die Seelsorge zu nutzen, sondern sie selbst als eine Quelle pastoraler Erkenntnis anzuerkennen.

Kardinal Protase Rugambwa aus Tansania unterstrich laut "Vatican News", dass sich seit "Amoris laetitia" in vielen Diözesen und Pfarren neue Formen der Beteiligung von Ehepaaren und Familien entwickelt hätten. Familien engagierten sich zunehmend in verschiedenen pastoralen Bereichen und würden so zu aktiven Mitgestaltern und Mitverantwortlichen der kirchlichen Mission. Als Beispiel verwies der Kardinal auf Ostafrika, wo kleine christliche Gemeinschaften seit den 1970er-Jahren das Verständnis der Kirche als Familie konkret lebten. Sie stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl und ermöglichten es den Gläubigen, gemeinsam zu planen und Verantwortung für die Evangelisierung zu übernehmen.

Rugambwa hob zudem die Bedeutung der Lebenserfahrung von Ehepaaren und Familien für die Ausbildung pastoraler Mitarbeiter hervor. Ihre Erfahrungen mit Ehe, Elternschaft und den Herausforderungen des gesellschaftlichen Lebens könnten auch Priesteramtskandidaten, Diakonen und andere Seelsorgende prägen. Deshalb müsse die Kirche fragen, wie Familien stärker in diese Ausbildung einbezogen werden könnten und welche neuen Erkenntnisse sich aus ihrer Beteiligung gewinnen ließen.

Bei dem Bischofstreffen unter dem Leitwort "Zehn Jahre nach Amoris laetita - Das Evangelium in den Familien heute verkünden" hatten die Versammelten in den vergangenen Tagen im bereits erprobten "synodalen Stil" in der vatikanischen Audienzhalle zu täglich wechselnden Themenfeldern aus dem Bereich der Ehe- und Familienseelsorge beraten. Pro Thema gab es ein kurzer einführender Vortrag eines Bischofs, eines Experten oder einer Expertin sowie ein Erfahrungsbericht von "Betroffenen", also Eheleuten oder Familien. Die Themen lauteten: "Familien heute: Realität, Schönheit und Herausforderungen", "Junge Menschen und die Entdeckung der Berufung zur Ehe", "Eheleben. Die ersten Ehejahre: Eine entscheidende Zeit", "In den Schwierigkeiten des Lebens: Begleitung und Unterstützung" sowie "Christliche Familien als Subjekte der kirchlichen Mission". Am Ende der Beratungen soll ein zusammenfassender Bericht erstellt werden, der an Papst Leo XIV. übergeben wird.
zurück
Meldungen
Großes Bischofstreffen zu Ehe und Familie im Vatikan
Kirche
09.10.2026 17:33
Beratungen finden zehn Jahre nach Veröffentlichung des Schreibens "Amoris laetitia" statt

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen