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Fatima: 100.000 Pilger beten für Genesung des Papstes

13.10.2026 16:24
Portugal/Kirche/Papst/Glaube/Feiertage
Appell von Erzbischof Cordeiro bei Jahrestags-Wallfahrt zu persönlicher Umkehr und Frieden
Fatima, 13.10.2026 (KAP) Rund 100.000 Pilger haben am Dienstag im portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima für die Genesung von Leo XIV. gebetet - an dem Tag, an dem eine Operation des Papstes zur Entfernung eines Lungenknotens in Rom angekündigt war. Der Erzbischof von Braga, José Cordeiro, bat bei der Abschlussmesse der internationalen Wallfahrt zum Jahrestag der Fatima-Erscheinung vom 13. Oktober um rasche Erholung des Kirchenoberhaupts. Bereits am Vorabend hatten sich nach Angaben des Wallfahrtsortes rund 130.000 Menschen zu den Feierlichkeiten versammelt und ebenfalls für den Papst gebetet.

In Fatima werde immer für den Papst gebetet, sagte Cordeiro in seiner Predigt. Er bat die Gottesmutter, den Nachfolger Petri zu beschützen, und äußerte die Hoffnung, dass Leo XIV. "das schöne Atmen unseres Gebets hier in Fatima" spüren könne. Auch der Bischof von Leiria-Fatima, José Ornelas, schloss sich den Gebeten an. Er bat den "Guten Hirten", dem Papst die nötige Kraft und Gesundheit zu schenken, damit dieser seinen Dienst an Gottes Volk und an der Welt fortsetzen könne.

Frieden beginnt im eigenen Herzen

Cordeiro, der die zweitägigen Feierlichkeiten am 12. und 13. Oktober leitete, verband den Aufruf zum Gebet mit einer Botschaft des Friedens. Angesichts von Kriegen, globaler Unsicherheit und wirtschaftlichen Folgen müsse Frieden auch bei jedem Einzelnen beginnen - "wenn wir aufhören, Konflikte zu schüren, wenn wir lernen zu vergeben, zuzuhören und das Gemeinwohl zu suchen", so der Erzbischof.

Die Kriege hätten auch spürbare soziale Folgen, betonte Cordeiro. In Portugal seien die Lebenshaltungskosten allgemein gestiegen; hinzu kämen die bereits bestehenden Schwierigkeiten am Wohnungsmarkt. In einer von Krieg, Unsicherheit und Spaltung geprägten Welt bedeute Nachfolge Christi, "nicht zuzulassen, dass Angst oder Mutlosigkeit das letzte Wort haben".

Pilgerfahrt als innere Umkehr

Bereits am Montagabend hatte Cordeiro rund 130.000 zur Lichterprozession versammelte Pilger zu einer "inneren Pilgerfahrt" aufgerufen. "Die wahre Pilgerfahrt bemisst sich nicht nur an dem Weg, den wir zurücklegen, sondern an dem Weg, den Gott in uns zurücklegt", sagte er. Entscheidend sei nicht allein, ein Heiligtum zu erreichen, sondern Gott im eigenen Herzen Raum zu geben.

Ein aufmerksames Herz erkenne die Bedürfnisse anderer Menschen und reagiere darauf, erklärte der Erzbischof. Die Begegnung mit Christus müsse sich deshalb in konkretem Handeln, in Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe zeigen. Zum Abschluss rief Bischof Ornelas die Pilger auf, sich besonders den Opfern von Krieg, Diskriminierung und Ungerechtigkeit sowie den Schwächsten zuzuwenden.

Der 13. Oktober ist für den Wallfahrtsort Fatima von besonderer Bedeutung. An diesem Tag jährt sich die letzte der sechs Marienerscheinungen an die Hirtenkinder Lucia dos Santos (1907-2005) sowie die Geschwister Francisco Marto (1908-1919) und Jacinta Marto (1910-1920) im Jahr 1917. Zudem ist er mit dem sogenannten "Sonnenwunder" verbunden, bei dem nach damaligen Berichten Zehntausende Menschen ein ungewöhnliches Schauspiel der Sonne beobachtet haben sollen. Zum Jahrestag finden nicht nur im portugiesischen Heiligtum, sondern auch in zahlreichen Ländern weltweit Fatima-Feiern und Marienwallfahrten statt.
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