Kardinal Marx: "Menschen, die beten, werden verändert"
14.10.202615:52
Deutschland/Kirche/Rosenkranzgebet/Papst
Beim traditionellen Rosenkranzgebet an der Münchner Mariensäule beteten die Gläubigen auch für den erkrankten Papst Leo XIV.
München, 14.10.2026 (KAP/KNA) Der deutsche Kardinal Reinhard Marx hat Beten als eine Horizonterweiterung des Lebens bezeichnet. "Menschen, die beten, werden verändert", sagte der Erzbischof von München und Freising am Dienstagabend bei einem Rosenkranzgebet auf dem Münchner Marienplatz. Das Gebet schenke Geborgenheit, Fülle, Liebe und Kraft, und befähige dazu, das Leben im Zeichen der Hoffnung zu leben, sagte der Kardinal laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA).
Dass der Oktoberrosenkranz jährlich öffentlich an der Mariensäule gebetet werde, habe eine besondere Bedeutung, hob Marx hervor: "Wir tun es öffentlich, um der Stadt unser Gebet zu schenken und all ihren Bürgern, unserem Vaterland und allen Menschen in der Welt. Dass wir wissen, wir sind nicht allein - im Leben und im Sterben nicht." Dabei schloss der Kardinal auch Papst Leo XIV. in sein Gebet ein, der gegenwärtig wegen Lungenkrebs behandelt werden muss.
Der Oktober gilt in der katholischen Kirche als Rosenkranzmonat. Diese Tradition geht zurück auf die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571, bei der die christlichen Mittelmeermächte über das Osmanische Reich siegten. Da Rosenkranz-Bruderschaften am Tag der Schlacht um den Sieg gebetet hatten, führte Papst Pius V. für den Jahrestag ein Rosenkranzfest ein.
Papst Leo XIII. (1878-1903) nahm dies zum Anlass, die Gläubigen den ganzen Oktober über zum Rosenkranzgebet aufzurufen. Bei dem meditativen Gebet wird eine festgelegte Abfolge der Grundgebete Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater gesprochen und entlang einer Gebetskette abgezählt.