Wien, 14.10.2026 (KAP) Die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft (ÖBR) hat am Mittwoch in einer Aussendung nochmals auf ihre neue Führung hingewiesen. Nach 20 Jahren an der Spitze hat Gerhard Weißgrab seine Präsidentschaft beendet. Zu seiner Nachfolgerin wurde am 7. Oktober Erika Erber gewählt. Sie ist die erste Frau in dieser Funktion in der Geschichte der ÖBR und wurde vor Kurzem im Rahmen eines Festakts im Wiener Rathaus in ihr Amt eingeführt. Dankesworte für Weißgrab und Glückwünsche für Erber gab es dabei u.a. vom Wiener Erzbischof Josef Grünwidl.
Am Festakt nahmen laut Aussendung Ehrengäste aus allen buddhistischen Gruppen der ÖBR, weitere Persönlichkeiten unterschiedlicher buddhistischer Traditionen sowie zahlreiche Mitglieder des Wiener Rates der Religionen teil. Auch Bürgermeister Michael Ludwig gratulierte persönlich.
Dialog braucht Begegnung
Erzbischof Grünwidl danke Präsident Weißgrab für den hohen persönlichen Einsatz, seine Verlässlichkeit und Präsenz über zwei Jahrzehnte hinweg, ganz besonders auch bei allen Initiativen im Bereich des interreligiösen Dialogs. Dieser Dialog lebte nicht zuerst von Papieren und Erklärungen, "sondern von Menschen, die einander begegnen, zuhören und im Dialog miteinander sind, mit Worten und in der Stille in Kontakt treten, auf der gemeinsamen Suche nach dem Wesentliche". Präsident Weißgrab habe diesem interreligiösen Dialog ein Gesicht und eine persönliche Handschrift gegeben.
In Richtung der neuen Präsidentin Erika Erber zeigte sich Grünwidl zuversichtlich, "dass das vertrauensvolle interreligiöse Miteinander, das in den vergangenen Jahren wachsen durfte, auch in ihrer Amtszeit eine gute Fortsetzung und neue Impulse findet".
Neues Präsidium
Das neu gewählte ÖBR-Präsidium besteht aus Präsidentin Erika Erber, Vizepräsidentin Nanda Stüger-Kühn, Vizepräsident und Hubert Weitensfelder. Johannes Kronika wurde als Generalsekretär wiedergewählt. Dem Vorstand der Buddhistischen Gemeinde Österreichs (BGÖ) gehören Gerald Prucher als Vorsitzender sowie die beiden Stellvertreter Michael Aldrian und Guntram Ferstl an.
Mit Erika Erber an der Spitze beginne ein neues Kapitel für den Buddhismus in Österreich, hieß es in der Aussendung abschließend. Das neue Präsidium und der Vorstand der BGÖ würden mit vielen Ideen, frischer Energie und großer Vorfreude auf die kommenden fünf gemeinsamen Jahre blicken.
Laut Schätzungen leben heute etwa 30.000 Buddhistinnen und Buddhisten in Österreich.