Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie versichert in persönlichem Brief "brüderliche Unterstützung" und sein Gebet - Bartholomaios erhält in Rom Ehrendoktorat der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin
Istanbul/Rom, 16.10.2026 (KAP) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat einen Brief mit Genesungswünschen an Papst Leo XIV. geschrieben. Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie übermittelte darin dem Papst seine "brüderlichen Unterstützung" und herzlichen Wünsche für eine schnelle und vollständige Genesung. Zugleich versicherte der Patriarch von Konstantinopel Leo XIV. auch sein Gebet. "Mögen Ihre Kraft zum Wohle des hohen Dienstes erneuert werden, das Ihnen anvertraut ist", schrieb Bartholomaios laut "Pro Oriente"-Informationsdienst (Freitag). Er drückte seine Hoffnung aus, dass er seine Wünsche auch sehr bald persönlich überbringen könne, abhängig vom Fortschritt der Erholung des Papstes.
Patriarch Bartholomaios will am 23. Oktober nach Rom aufbrechen. Dort wird ihm im Rahmen eines Festakts an der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin (Angelicum) die Ehrendoktorwürde verliehen. Ursprünglich war geplant, dass Bartholomaios und Leo XIV. in den Tagen danach in Rom zusammentreffen werden. Der Ökumenische Patriarch will zudem auch am interreligiösen Gebetstreffen am 27. Oktober in Assisi teilnehmen, zu dem der Papst und die Gemeinschaft Sant'Egidio geladen haben. Freilich ist derzeit fraglich, ob Papst Leo vor Ort daran teilnehmen kann.
Vom 25. bis 27. Oktober werden rund 380 Persönlichkeiten aus Religion, Kultur und Politik aus mehr als 50 Ländern in Assisi erwartet. Am Nachmittag des 27. Oktober, dem 40. Jahrestag des von Johannes Paul II. (1978-2005) initiierten ersten Gebetstreffens in Assisi, ist ein Gebet in der Franziskus-Basilika in Assisi geplant; mit Papst Leo XIV., Patriarch Bartholomaios I. und vielen weiteren Vertretern verschiedener Kirchen. Für Muslime, Juden, Hindus, Buddhisten und andere Religionen sind 13 Orte in Assisi vorgesehen, wo sie nach der je eigenen Tradition beten können.