Für Gewährung sind laut Apostolischer Pönitentiarie Beichte, Kommunionempfang und Gebete für die Verbreitung des Evangeliums sowie "in den Anliegen des Heiligen Vaters" nötig - Kirche begeht am 18. Oktober den 100. Weltmissionssonntag
Wien, 16.10.2026 (KAP) Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Weltmissionssonntags besteht für Gläubige die Möglichkeit, einen vollkommenen Ablass zu erlangen. Eine entsprechende Mitteilung ist von der im Vatikan dafür zuständige Apostolische Pönitentiarie wenige Tage vor dem Weltmissionssonntag, der am kommenden Sonntag (18. Oktober) begangen wird, auch an die Bischöfe in Österreich ergangen.
Voraussetzung für die Gewährung des vollkommenen Ablasses ist, dass Gläubige am Weltmissionssonntag die Heilige Kommunion empfangen und Gebete für die Verbreitung des Evangeliums in der ganzen Welt darbringen. Weiters bedarf es der sakramentalen Beichte einige Tage rund um den Weltmissionssonntag. Wie bei jeder Beichte muss sie mit aufrichtiger Reue und der Bereitschaft zur Umkehr verbunden sein, wie es in der Kathpress vorliegenden Mitteilung heißt. Darüber hinaus haben die Gläubigen ein "Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters" zu verrichten, beispielsweise durch das Beten eines Vaterunsers und eines Ave Maria. Den Ablass können Gläubige für sich oder bereits Verstorbene erlangen.
Der Ablass ist nach katholischem Verständnis ein Zeichen der Gnade, der den Menschen von den sogenannten "zeitlichen Sündenstrafen" befreit. Im Sakrament der Versöhnung (Beichte) wird dem reuigen Sünder nach dem Bekenntnis die Sündenvergebung durch Gott zugesprochen. Der theologische Ausdruck von den "zeitlichen Sündenstrafen" meint in diesem Zusammenhang jedoch nicht, dass Gott zwar die Sünden vergibt, aber dann ähnlich einem weltlichen Gericht Strafen für Misstaten und Versäumnisse verhängt: Vielmehr sind damit die Nachwirkungen von Sünden gemeint, die zwar im Bußsakrament bereits vergeben wurden, aber deren Auswirkungen die Menschen weiter belasten.
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