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Bild Copyright: © Erzdiözese Wien/Mussinghoff

Wien: Erzbischof Grünwidl empfängt koptischen Bischof Gabriel

16.10.2026 15:52
Österreich/Kirche/Ökumene/Katholiken/Kopten/Grünwidl
Begegnung im Erzbischöflichen Palais im Zeichen langjähriger guter ökumenischer Beziehungen
Wien, 16.10.2026 (KAP) Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat am Freitag den koptisch-orthodoxen Bischof Anba Gabriel zum Gespräch empfangen. Im Mittelpunkt der Begegnung im Erzbischöflichen Palais standen die guten ökumenischen Beziehungen und die Zusammenarbeit in verschiedenen kirchlichen Bereichen. In Wien wurde vor rund 50 Jahren eine der ersten koptischen Gemeinden in Europa gegründet. Die guten koptisch-katholischen Beziehungen hätten in Österreich entsprechend bereits eine lange Tradition, hieß es.

Bischof Gabriel berichtete von einem vielfältigen lebendigen Leben der Koptischen Kirche in Österreich. Zudem erinnerte er im Blick auf die Ökumene an die Wiener Erzbischöfe Franz König und Christoph Schönborn und zeigte sich sehr zuversichtlich, dass diese Beziehungen nun unter Erzbischof Grünwidl vertieft und gestärkt werden.

In Österreich gibt es rund 12.000 Kopten. Die meisten von ihnen leben im Großraum Wien. Koptisch-orthodoxe Gemeinden gibt es unter anderem auch in Graz, Bruck an der Mur, Klagenfurt und Linz. Das Antonius-Kloster in Obersiebenbrunn im Marchfeld ist der Sitz des für Österreich zuständigen Bischofs Anba Gabriel und somit das jurisdiktionelle und spirituelle Zentrum der Koptischen Kirche in Österreich. Dazu kommt das koptische Frauenkloster St. Anna in Schönfeld im Marchfeld.

In der Quadenstraße in Wien-Donaustadt haben die Kopten eine eigene große Kirche errichtet. In den vergangenen rund 24 Jahren wurden zudem vier Kirchen in Wien an die Kopten übergeben: Die erste war 2003 die sogenannte Russenkirche bei der UNO City, die zweite 2010 die Klosterkirche der "Gesellschaft der Helferinnen" im 18. Bezirk und 2015 erfolgte die Übergabe der Kirche Maria vom Siege im 15. Bezirk. Seit 1. Juli 2026 befindet sich auch die Lazaristenkirche im 7. Wiener Bezirk in der Kaiserstraße im Eigentum der Koptisch-orthodoxen Kirche.

Es freue ihn zu erleben, so Erzbischof Grünwidl, dass die koptischen Gemeinden in Österreich wachsen und es auch zahlreiche geistliche Berufungen gibt. Er bekräftigte auch die grundsätzliche Bereitschaft zur Hilfe für Schwesterkirchen, wenn sie Kirchengebäuden oder andere Gebäude zu pastoralen Zwecken bräuchten. Grünwidl sagte zudem zu, sehr bald die koptischen Klöster im Weinviertel zu besuchen.
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