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Papst kann laut Chirurg Südamerikareise antreten

18.10.2026 09:31
Italien/Vatikan/Kirche/Krebs/Medizin & Gesundheit/Gesundheitseinrichtung/Medizin/Papst/Religion
Lungenoperation bei Papst Leo XIV. ohne Komplikationen verlaufen - Arzt erwartet vollständige Genesung in rund zehn Tagen - Vorsorge bei Lungenkrebs gefordert
Rom/Vatikanstadt, 18.10.2026 (KAP) Papst Leo XIV. kann nach Einschätzung seines behandelnden Chirurgen die für November geplante Südamerikareise aus medizinischer Sicht antreten. "Ich würde sagen, dass es keine medizinischen Gründe gibt, warum diese Reise nicht stattfinden sollte", wird Stefano Margaritora, der Thoraxchirurg, der am Dienstag Leo XIV. an der Lunge operiert hat, vom Online-Portal "Vatican News" zitiert (18. Oktober). Der Papst sei nach seiner Lungenoperation am 13. Oktober in einem guten klinischen Zustand. Bis zur vollständigen körperlichen Genesung seien voraussichtlich noch rund zehn Tage nötig. Die Lateinamerikareise ist vom 6. bis 17. November geplant.

Bei dem Eingriff sei der untere Lungenlappen der rechten Lunge entfernt worden, in dem ein bösartiger Tumor entdeckt worden war. Die Operation sei ohne Komplikationen verlaufen und ein Routineeingriff gewesen, sagte Margaritora, der die Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Gemelli in Rom leitet. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Krankenhaus habe sich Papst "in einem absolut zufriedenstellenden klinischen Zustand" befunden, so verlaufe etwa die Wiederausdehnung der Lunge nach der Operation "im normalen Zeitrahmen".

Der Tumor sei zufällig bei Untersuchungen "wie es leider häufig vorkommt" des Bauchraums entdeckt worden. Leo XIV. habe zuvor keine Atemwegsbeschwerden gehabt. Und weiter: "Bei Routineuntersuchungen des Bauchraums wurde im Brustbereich, an den Lungenunterlappen, dieser kleine Fleck entdeckt. Das ist durchaus normal, denn bei radiologischen Untersuchungen des Bauchraums sind die unteren Abschnitte der Lungen in der Regel zu sehen, da das Zwerchfell eine Art Kuppeldach darstellt. Wäre dieser kleine Fleck jedoch etwas höher gelegen, wäre er sicherlich nicht entdeckt worden."

Der Chirurg betonte deshalb die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere für Risikogruppen. Lungenkrebs verursache gerade im Frühstadium häufig keine Symptome. Anders als bei Brust- oder Darmkrebs gebe es für Lungenkrebs bislang keine vergleichbaren breiten Screeningprogramme, sagte Margaritora.

Routineeingriff "ohne jegliche Komplikationen"

Bei der Operation an sich habe es sich um einen Routineeingriff "ohne jegliche Komplikationen" gehandelt, so der Chirurg. Jedoch: "Einen Papst zu operieren, war ein tiefes Erlebnis, das ich gar nicht in Worte fassen kann."

Leo XIV. sei während seines Krankenhausaufenthalts ein "idealer Patient" gewesen, so Margaritora. Der Papst habe die Anweisungen des Behandlungsteams befolgt und aktiv an seiner Rehabilitation mitgewirkt, "wie es die motiviertesten Menschen nach solchen Operationen tun".

Üblicherweise benötigen Patienten nach solchen Eingriffen etwa zwei Wochen für eine wirklich vollständige körperliche Genesung. "Da nun bereits fast eine Woche vergangen ist, glaube ich alles in allem, dass der Papst in etwa zehn weiteren Tagen wieder vollständig genesen sein wird." Laut dem Chirurgen gebe es daher für die Südamerikareise in drei Wochen "keine medizinischen Gründe gibt, warum diese Reise nicht stattfinden sollte".
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