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Propst Klaus Sonnleitner, Markus Pejacsevich
Orden
Bild Copyright: © Kerschbaummayr / Malteser Österreich

Propst Sonnleitner neuer Chefkaplan des Malteserordens in Österreich

20.10.2026 12:21
(zuletzt bearbeitet am 20.10.2026 um 13:00 Uhr)
Österreich/Kirche/Hilfsorganisation/Personal/Orden/Malteser
St. Florianer Propst folgt als geistlicher Leiter auf früheren Erzabt Korbinian Birnbacher - Markus Pejacsevich neuer Verantwortlicher für Hilfsaktivitäten - Vorgehen gegen "Pseudo-Orden"
Wien, 20.10.2026 (KAP) Der Souveräne Malteserorden hat Propst Klaus Sonnleitner zum neuen Chefkaplan für Österreich bestellt. Der Souveräne Rat bestätigte den Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes St. Florian in dieser Funktion, wie der Orden am Dienstag mitteilte. Zugleich übernimmt Markus Pejacsevich die Verantwortung für sämtliche Hilfsaktivitäten des Ordens in Österreich. Er folgt als sogenannter Hospitalier auf Bartolomäus Khevenhüller-Metsch, der diese Funktion fünf Jahre lang innehatte.

Die Neubesetzung des Chefkaplans wurde notwendig, nachdem der bisherige Amtsinhaber, der emeritierte Erzabt von St. Peter in Salzburg, Korbinian Birnbacher, zum Ökonomen der Benediktinerhochschule Sant'Anselmo in Rom und zum Schatzmeister der Benediktinischen Konföderation berufen worden war. Nach der Wahl durch die Ordensgeistlichen bestätigte die Ordensregierung in Rom Sonnleitner für das Amt, erklärte Großprior Gottfried Kühnelt-Leddihn.

Der neue Chefkaplan ist gebürtiger Bad Ischler und trat 1997 in das Chorherrenstift St. Florian ein. 2002 wurde er zum Priester geweiht. Als Organist, Bruckner-Experte und Musikwissenschaftler ist Sonnleitner auch international tätig. 2025 wurde er zum 58. Propst und 20. Lateranensischen Abt des oberösterreichischen Stiftes gewählt. Dem Malteserorden gehört er seit 2013 an. Bislang war er als Delegationskaplan sowie als Bereichsseelsorger für Oberösterreich im Malteser Hospitaldienst Austria tätig.

Als Chefkaplan ist Sonnleitner für die spirituelle und seelsorgliche Begleitung der Ordensmitglieder sowie der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter zuständig. Zu seinen Aufgaben zählen die liturgische Gestaltung von Hochfesten, die geistliche Vorbereitung künftiger Ordensmitglieder und die Beratung bei ethischen Fragen im Zusammenhang mit dem Ordensleben und den Hilfsaktivitäten.

Pejacsevich übernimmt Hilfswerke

Der neue Hospitalier Markus Pejacsevich stammt aus einer Familie mit langjähriger Verbindung zum Malteserorden. Der international tätige Unternehmer wurde 2013 in den Orden aufgenommen und leitete bisher die Delegation Wien/Niederösterreich. Großprior Kühnelt-Leddihn bezeichnete ihn als erfahrenen Malteser, der die Hilfsorganisationen des Ordens mit neuen Ideen und seiner dynamischen Persönlichkeit unterstützen werde.

Die Hilfsaktivitäten des Ordens in Österreich umfassen Pflege, Betreuung, Kinderhilfe sowie Sozial-, Sanitäts- und Katastrophendienste. Dazu zählen das Malteser Ordenshaus in Wien mit 72 Pflegeplätzen, die mobilen Betreuungsangebote von Malteser Care für täglich mehr als 1.000 Menschen und das Hilde Umdasch Haus in Amstetten. Die Einrichtung der Malteser Kinderhilfe betreut Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen.

Der Malteser Hospitaldienst Austria verfügt über mehr als 1.000 ehrenamtlich tätige Mitglieder und rund 1.200 weitere unterstützende Mitglieder. Er organisiert unter anderem Sozial- und Katastrophenhilfsdienste sowie Krankenwallfahrten. Darüber hinaus engagiert sich der Orden international in der Flüchtlings- und Katastrophenhilfe von Malteser International und unterstützt den Aufbau von Hilfsaktivitäten im Baltikum. (Info: www.malteser.at)

Vorgehen gegen "Pseudo-Orden"

In einer weiteren Aussendung hat der Malteserorden dieser Tage darauf hingewiesen, dass man seit Jahren entschieden gegen "Pseudo-Orden" auftrete, die versuchten, mit ganz bewusst verwechslungsähnlichen Namen für Verwirrung zu sorgen, um so ihre eigenen Ziele zu verfolgen.

Dazu hielt der Kanzler des Malteser-Großpriorats von Österreich, Richard Steeb, fest: "In Österreich existieren viele Organisationen und Vereine, die sich als 'Ritterorden' oder 'Orden' bezeichnen. Wir unternehmen entschiedene Schritte, um diesen Bezeichnungsmissbrauch zu unterbinden." Außerdem gebe es betrügerische Institutionen, die Personen bewusst täuschen.

Eine Liste von Personen und Institutionen, die in Österreich den Namen des Malteserordens missbräuchlich verwenden, ist auf www.malteserorden.at/ueber-uns/falsche-orden einsehbar.
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