Innsbrucker Kirche wird Boulderhalle mit spirituellem Angebot
20.10.202617:19
Österreich/Kirche/Freizeit/Sport/Glaube
Ehemalige Pfarrkirche Petrus Canisius verbindet ab 7. November Klettersport und Seelsorge
Innsbruck, 20.10.2026 (KAP) In der ehemaligen Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck entsteht eine Boulderhalle, die Sport, Begegnung und Seelsorge verbinden soll. Die Eröffnung ist für 7. November geplant, hieß es am Dienstag bei einem Pressegespräch der Diözese Innsbruck mit Bischof Glettler. Die bestehende Architektur des zentral gelegenen Kirchenraums soll dabei erhalten und in die neue Nutzung integriert werden. Zugleich bleiben die Pfarre und die Seelsorge am Standort bestehen.
Hinter dem Projekt steht Guntram Mattle, Geschäftsführer der Firma Steinblock und ehemaliger Profiboulderer. Die Halle in Petrus Canisius ist sein viertes Boulderhallenprojekt. Mattle wird die Anlage selbst betreiben und hat auch die Bauleitung übernommen. Schon nach den ersten Gesprächen mit Diözesanbischof Hermann Glettler sei er von der Idee überzeugt gewesen. "Das ist mehr als eine Boulderhalle. Gerade in Verbindung mit den religiösen Bezügen ist das eine einzigartige Herausforderung", sagte Mattle.
Glettler sieht in dem Vorhaben die Chance des Zusammenführens verschiedener Lebensbereiche. "Das Faszinierende an Petrus Canisius wird sein, dass das Angebot des Freizeitsports mit einem spirituellen Angebot verbunden wird", so der Bischof. Geplant ist, jeden Sonntagabend einen Gottesdienst inmitten der Boulderanlage zu feiern. Einmal im Monat will Glettler selbst einer Messe vorstehen. Weitere Gottesdienste sind als Taizé-Gebet oder mit internationalen Schwerpunkten, etwa mit Worship und Bibel, vorgesehen.
Auch kleinere Gottesdienste und Veranstaltungen der Pfarre werden weiterhin am Standort stattfinden. Dafür stehen künftig die Kapelle und der Pfarrsaal im Erdgeschoß zur Verfügung. Der Kirchenraum wird für die Boulder-Community geöffnet, während seelsorgliche Angebote und gemeinschaftliche Aktivitäten erhalten bleiben.
Teil einer Neugestaltung in Höttinger Au
Umgesetzt wird das Projekt in Zusammenarbeit zwischen der Steinblock IBK GmbH, der Diözese Innsbruck und der Stadt Innsbruck. Die Boulderhalle ist Teil einer umfassenderen Neugestaltung der rund 7.000 Quadratmeter großen Arthur-Haidl-Promenade als Spiel- und Freizeitanlage am Inn.
Bürgermeister Johannes Anzengruber verwies bei dem Pressetermin auf die geplante öffentliche Gastronomie, verbesserte Fuß- und Radwegverbindungen sowie die neue Freizeitinfrastruktur. Die Kombination solle einen offenen Treffpunkt für die Bevölkerung schaffen und den Stadtteil Höttinger Au aufwerten. Zusammen mit dem für 2033 vorgesehenen neuen Höttinger Hallenbad soll das Areal das Sport- und Freizeitangebot im Stadtteil ergänzen.