Laichner war erst seit 1. September im Amt und macht gesundheitliche Gründe für Rücktritt verantwortlich
Wien, 22.10.2026 (KAP) Missio-Nationaldirektor Johannes Laichner legt sein erst kürzlich angetretenes Amt an der Spitze der Päpstlichen Missionswerke in Österreich aus gesundheitlichen Gründen zurück. Das haben die Päpstlichen Missionswerke (Missio) am Donnerstag in einer Aussendung mitgeteilt. Laichner war seit 1. September im Amt. Er hat demnach das zuständige Dikasterium in Rom und den Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz Erzbischof Franz Lackner am Mittwoch persönlich über seine Entscheidung in Kenntnis gesetzt, dass er "nach reiflicher Überlegung und intensivem Gebet zu dem Entschluss gekommen ist, sein Amt als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich aus gesundheitlichen Gründen zurückzulegen".
Wie es in der Aussendung weiter heißt, sei die Kontinuität der Arbeit von Missio Österreich für die Ärmsten der Armen sichergestellt und laufe bis zur Ernennung eines Nachfolgers ungehindert weiter.
Als eine der größten Spendenorganisationen in Österreich engagiert sich Missio Österreich auf vielfältige Weise weltweit für Menschen in Not und die Stärkung der wachsenden Weltkirche. 2025 wurden mit einer Summe von 11,7 Millionen Euro insgesamt 739 Hilfsprojekte weltweit unterstützt. Neben den Hilfsprojekten werden auch zahlreiche weiter Aktivitäten finanziert, etwa die Unterstützung von Priesteramtskandidaten in Entwicklungsländern. Insgesamt verzeichneten die Päpstlichen Missionswerke in Österreich eine Spendensumme 2025 von 21,2 Millionen Euro.
Tiroler Seelsorger und Weltkirche-Verantwortlicher
Johannes Laichner ist Priester der Diözese Innsbruck und war bis zu seiner Ernennung als Missio-Nationaldirektor u. a. Innsbrucker Missio-Diözesandirektor. Laichner wurde 1982 in Tirol geboren und 2008 zum Priester geweiht. Er wirkte u. a. als Leiter des Seelsorgeraums Inntal und betreute als Pfarrer zahlreiche Gemeinden. Mission versteht er als Begegnung auf Augenhöhe, wie er in zahlreichen Interviews zu seinem Amtsantritt betonte.