Orden betriebene Krankenhäuser erhalten fünf der 18 Auszeichnungen des Arbeitsministeriums - Initiativen reichen von nachhaltiger Ernährung und Abfallvermeidung bis zu klimafreundlicher Mobilität und Biodiversität
Wien, 22.10.2026 (KAP) Fünf Projekte österreichischer Ordensspitäler sind mit dem Best Practice Award "Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen" ausgezeichnet worden. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und Gesundheit Österreich prämierte am Montag insgesamt 18 Klimaschutzprojekte im Gesundheitswesen. Ausgezeichnet wurden drei Initiativen der Barmherzigen Brüder in Linz und Wien sowie jeweils ein Projekt des Franziskus Spitals und des Orthopädischen Spitals Speising.
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz erhielt zwei Preise. In der Kategorie Mobilität wurde das Projekt "Schritt für Schritt zum Klimaschutz" ausgezeichnet, das mit Vorbildern und kontinuierlicher Kommunikation Beschäftigte zum Gehen und Radfahren motivieren soll. Ein weiterer Preis ging an ein innovatives Wundmanagement, das die Behandlungsqualität verbessern und zugleich Materialverbrauch und Verbandswechsel reduzieren soll.
Das Franziskus Spital wurde für eine digitale Speisensteuerung prämiert. Durch die individuelle Auswahl von Mahlzeiten können Küche und Stationen den Bedarf besser abstimmen und Lebensmittelabfälle vermeiden. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien erhielt den Preis in der Kategorie Ernährung für das Projekt "Klimaschutz geht durch den Magen". Seit 2024 setzt das Spital auf mehr pflanzliche Vielfalt, weniger Einwegverpackungen und einen bewussteren Ressourceneinsatz bei der Verpflegung von Patienten und Mitarbeitern.
Das Orthopädische Spital Speising wurde für das Projekt "No mow may - blühende Gesundheit" ausgezeichnet. Auf ausgewählten Grünflächen wurden heimische, für Insekten nützliche Pflanzen eingesetzt, um die Artenvielfalt auf dem Krankenhausgelände zu fördern.
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig betonte bei der Verleihung, Klimaschutz sei zugleich eine Investition in die Gesundheit und Lebensqualität. Er könne Ressourcen schonen, die Versorgungssicherheit stärken und Kosten reduzieren. -
Die Preise wurden in den Kategorien Gebäude und Energie, Mobilität, Ernährung, Grünräume, Abfall- und Ressourcenmanagement sowie nachhaltige Beschaffung, Bewusstseinsbildung und Kommunikation vergeben.