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Bild Copyright: © Georg Pulling/Kathpress

Wien: Glückwünsche an Patriarch Bartholomaios zum Amtsjubiläum

23.10.2026 09:40
Österreich/Kirche/Orthodoxie/Bartholomaios/Amtsjubiläum
Grußbotschaft der griechisch-orthodoxen Metropolis von Austria an den Ökumenischen Patriarchen, der seit 35 Jahren das Patriarchat von Konstantinopel leitet - Glaubenszeugnis und Bemühen des Patriarchen um Kircheneinheit wegweisend
Wien, 23.10.2026 (KAP) Patriarch Bartholomaios I., Oberhaupt der Weltorthodoxie, hat am Donnerstag (22. Oktober) sein 35-jähriges Amtsjubiläum als Ökumenischer Patriarch gefeiert. Aus aller Welt sind aus diesem Anlass Glückwünsche und Botschaften der Würdigung und des Dankes an den Patriarchen gerichtet worden; so auch aus Österreich. In einer vom griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios (Kardamakis) an erster Stelle gezeichneten Botschaft wird das Glaubenszeugnis und der Einsatz des Patriarchen für die Einheit unter den Orthodoxen und unter allen Kirchen gewürdigt.

Der Patriarch "ringt um die Einheit, pflegt den Frieden, umschließt den Menschen mit väterlicher Zärtlichkeit und ruft der Welt die Heiligkeit der Schöpfung in Erinnerung", heißt es wörtlich in der Botschaft. Hinter allen Bemühungen des Patriarchen werde "das Herz des Hirten sichtbar, der gelernt hat, die Angst in Gebet und die Verantwortung in Liebe zu verwandeln". Patriarch Bartholomaios nehme "Verantwortungen auf sich, die sein persönliches Maß überschreiten, um die Wahrheit zu verkünden".

Besonders wird in dem Schreiben auch die Unterstützung des Patriarchen für die Metropolis von Austria hervorgehoben, damit es gelingt, "im Herzen Europas das orthodoxe Zeugnis abzulegen".

Sitz in Istanbul

Am 22. Oktober 1991 wurde Bartholomaios zum Ökumenischen Patriarchen gewählt. Er steht seither dem Patriarchat von Konstantinopel vor, das auf eine große Geschichte, zugleich aber auch eine schwierige Gegenwart verweisen kann bzw. muss. Der Sitz des Patriarchats, der sogenannte Phanar, befindet sich in Istanbul. In der Türkei selbst gehören aber nur mehr wenige Tausend orthodoxe Gläubige zum Patriarchat, das vor Ort keinen leichten Stand hat. Fast alle Gläubigen des Patriarchats leben in der westlichen Diaspora; in ganz Europa, den USA oder auch in Australien.

Trotzdem gibt es vonseiten des Patriarchen keinerlei Überlegungen, den Sitz des Patriarchats zu verlegen. Darauf Bezug nehmend heißt es in der Grußbotschaft der Metropolis von Austria wörtlich über Bartholomaios: "Seine Gegenwart in der Stadt (Anm. Istanbul) wird zu einem unablässigen und unzerstörbaren Zeugnis der Geduld und der auferstandenen Hoffnung."

270. Nachfolger des Apostels Andreas

Bartholomaios I. wurde am 29. Februar 1940 als Dimitrios Archontonis auf der türkischen Insel Imbros geboren. Er studierte zuerst an der orthodoxen Hochschule von Chalki und absolvierte dann weiterführende Studien am Päpstlichen Institut für Orientalische Studien der Gregorianischen Universität Rom, danach am Ökumenischen Institut in Bossey in der Schweiz und an der Universität München.

Am 13. August 1961 wurde er zum Diakon geweiht und erhielt den Namen des Apostels Bartholomäus. Die Priesterweihe erfolgte 1969. In den Jahren 1968 bis 1972 war er Assistent des Direktors der Theologischen Hochschule von Chalki und danach bis 1990 Direktor des persönlichen Büros seines Vorgängers, des Ökumenischen Patriarchen Dimitrios. Im Jahre 1973 erfolgte seine Wahl zum Metropoliten von Philadelphia und im Jahre 1990 zum Metropoliten von Chalcedon.

Als Metropolit von Chalcedon wurde Bartholomaios I. 1990 ranghöchster Metropolit der Heiligen Synode und hatte den Vorsitz mehrerer Kommissionen inne, darunter die Bereiche Kirchenrecht und Ökumene. Vor 35 Jahren, am 22. Oktober 1991 wurde er zum Ökumenischen Patriarchen und 270. Nachfolger des Apostels Andreas gewählt.
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